Schreiner: Test bringt Gewissheit

Habe ich das Zeug dazu, Tischler oder Schreiner zu werden? Diese Frage können sich nun rund 17 Jugendliche aus Koblenz und Umgebung beant­worten. Sie haben am Eignungstest fĂŒr das Tischler- und Schreinerhandwerk teilgenommen, zu dem die Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel eingeladen hatte. GeprĂŒft wurden unter anderem ihre FĂ€higkeiten in Rechnen, Rechtschreibung und rĂ€umlichem Vorstellungsvermögen.

Der freiwillige Test dauerte eine Stunde. Danach erhielten alle Teilnehmer ein Zertifikat, das ihre Ergebnisse dokumentiert. Wer mindestens 45 der 100 zu erreichenden Punkte vorweisen konnte, hatte die Gewissheit: prinzipiell geeignet zum Tischler oder Schreiner. „Das ist aber natĂŒrlich noch keine GewĂ€hr fĂŒr eine Lehrstelle“, sagt Rolf Hendgen, Obermeister der Schreiner-Innung. „Am besten, man bewirbt sich zunĂ€chst um ein Praktikum. Denn ob ein handwerklicher Beruf wirklich die richtige Wahl ist, das zeigt sich erst in der Praxis.“

In jedem Fall sollten die Teilnehmer das Zertifikat des Eignungstests als Grundlage fĂŒr ihre Bewerbung nehmen, rĂ€t Frank Nollen, Lehrlingswart der Schreiner-Innung. „Das Zertifikat zeigt dem Betriebsinhaber, dass der Bewerber ernsthaft an dieser Ausbildung interessiert ist. Und es spiegelt seine FĂ€higkeiten.“

Der Eignungstest fand in der Berufsbildenden Schule Technik, Carl-Benz-Schule, Koblenz statt. Die Resonanz auf unser Angebot war gut, so Obermeister Hendgen. Das viele den Test nicht bewÀltigen konnten, beweist, wie sinnvoll er ist.

Ziel des Eignungstests ist es, freie Lehrstellen im Tischler- und Schreinerhandwerk effizienter zu besetzen. „Wer im Test erfolgreich war, hat grĂ¶ĂŸere Chancen“, erklĂ€rt Hendgen. „Bei den anderen ist das Risiko weitaus höher, dass sie die Ausbildung abbrechen oder die AbschlussprĂŒfung nicht schaffen.“