Vertrag mit beruflicher Zukunft wasserdicht gemacht

Vertrag mit beruflicher Zukunft wasserdicht gemacht

Fliesenleger-Innung Mittelrhein konnte 16 neue Gesellen freisprechen

 

Sie haben ihren Vertrag in puncto „berufliche Zukunft“ wasserdicht gemacht: In der Handwerksfamilie der Fliesenleger konnten 16 neue Gesellen willkommen geheißen werden, darunter auch eine junge Dame. Die Prüflingungsabsolventen wurden im Buga-Pavillon auf dem Gelände des Koblenzer Zentrums für Ernährung und Gesundheit feierlich per Loslösungsspruch aus der Lehre entlassen und starten nun ins Gesellenleben.

 Dass die Fliesenleger beste Zukunftsaussichten haben und anders als mancher Akademiker sicher nicht von Arbeitslosigkeit betroffen sind, hob Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein, in seiner Rede hervor. Denn Fachleute für Abdichtung sind Mangelware und werden gebraucht.

 Eine Dusche mit vierseitigem Gefälle, das war das knifflige Gesellenstück, das es zu fertigen galt. Auch hier bewiesen die jungen Leute wie bereits in den drei Ausbildungsjahren zuvor, Können, Geschick und – ganz wichtig – Motivation sowie Ausdauer. „Sie haben in Ihre Zukunft investiert“, freute sich Ulf Hoffmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, mit den jungen Leuten. Er zitierte die Geschichte vom reichen Herrn, der verreisen will und seinen Diener zuvor bittet, im Nachbarort ein neues Haus zu bauen. Der Diener lässt es sich lieber gut gehen, anstatt sorgfältig zu arbeiten. Als der reiche Mann zurückkehrt, folgt die Quittung. Er möchte er wissen, ob dem Diener das neue Haus gefällt, „denn es ist das Haus, in das du einziehen wirst.“

 Zukunftssorgen, die die neuen Gesellen der Fliesenleger-Branche nicht betreffen dürften. „In Deutschland werden derzeit mehr Handwerker als Informatiker gesucht“, so Ulf Hoffman.

 Marco Bauer, Assistent der Leitung des Berufsbildungszentrums der HwK Koblenz, gratulierte im Namen der Handwerkskammer. Und auch Dietmar Weber, Schulleiter der BBS Lahnstein und Christof Wenz, Fachlehrer ebendort, gratulierten herzlich zur bestandenen Prüfung und lobten den vorbildlichen Zusammenhalt der Klasse. Hier habe das Unterrichten Freude gemacht.

 Von den Gesellenstücken beeindruckt zeigte sich Denis Dreimüller, Prüfungsvorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. Kurz: Gern sprach das Team der Fliesenleger-Innung Mittelrhein eine so fähige Truppe frei. 

Die Prüfungsbesten sind Kai Krumscheid (Fliesen Möhren, Remagen) auf dem ersten Platz, Tino Fischer (Mark Schmitz, Schalkenmehren) auf dem zweiten und – fast punktgleich – auf Platz 3 und 4 Dennis Schmitt (Jochen Schmitt, Grünebach) und Mavi Ranft (Gerd Densing, Oberlahr). Kai Krumscheid darf sich nun auf den Leistungswettberb des Deutschen Handwerks freuen, für den er sich qualifizieren konnte.      

 

 

 


Foto: Juraschek