Kreativwettbewerb f├╝r Friseure mit tollen Ergebnissen

Meerjungfrauen und ein schwarzer Engel

Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein: Kreativ-Wettbewerb für Auszubildende 2017

Geballte Schönheit war jetzt im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) zu sehen. Denn wieder fand der alljährliche Kreativ-Wettbewerb für Auszubildende statt, federführend organisiert von der Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein sowie den Berufsbildenden Schulen. 13 Azubis stimmten Frisur, Make-up, Kleidung und Nägel ihrer Modelle gekonnt aufeinander ab. Ob Meerjungfrau, Braut, Pin-up-Girl oder schwarzer Engel: Die tollen Ergebnisse ließen die Jury staunen.

 Ein Blick in den Salon des ZEG: Hier noch ein Löckchen feststecken, da noch etwas Puder, dann ist das Styling der Braut perfekt. Zufrieden betrachtet Khero Taher Sose ihr Werk. So könnte es vor den Traualtar gehen. Im Spiegel neben ihr betrachtet sich eine goldene Schönheit. Diese junge Dame wurde unter dem Motto „Die Oscar-Verleihung“ mit güldenem Puder, blonden Locken und einem selbst genähten Kleid verziert. Eine kleine Oscar-Statue in der Hand komplettiert das Outfit. Perfekt und superkreativ. Genau so, wie die Akteure des Wettbewerbs es sich gewünscht haben. Veranstalter sind neben der Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein auch die Innung Rhein-Westerwald.

 „Wir möchten jungen Menschen zeigen, welch tollen Beruf wir haben“, schildert Gabi Berkler, stellvertretende Obermeisterin der mittelrheinischen Innung und Initiatorin des Events. Das Beste aus Menschen herauszuholen, ihre Persönlichkeit zu unterstreichen oder sie einfach mal ganz aus der Rolle fallen zu lassen, all dies macht ein professionelles Styling möglich. Was die Azubis, die erst im ersten oder zweiten Lehrjahr tätig sind, schon drauf haben, ist bemerkenswert. „Das hier ist auch ein sinnvoller Ideenpool“, sind Gabi Berkler und Obermeister Franz-Josef Küveler überzeugt. „Mal über den Tellerrand hinauszugucken, wie die Anderen arbeiten, ist wichtig.“ Damit alles optimal über die Bühne gehen kann, wurden sogar drei vorbereitende Trainingsabende ausgerichtet – ein vorbildlicher ehrenamtlicher Einsatz von Innung und KH für den Berufsnachwuchs.

 Eine elfengleiche Frisur mit Blätterschmuck, ein pastellfarbenes Romantikoutfit oder das rote Kleid für den Red-Carpet-Auftritt: In zwei Stunden verwandeln die Wettbewerbsteilnehmer ihre Modelle vor den Augen der mitfiebernden Freunde und Familien in Kunstwerke. Im Anschluss geht die Jury, u.a. mit Ercan Akbulak, Kreativ-Direktor des Modeteams des Landesverbandes, rund und nimmt die Arbeiten kritisch in Augenschein. „Mir sind vor allem die Power, der Wille sich einzusetzen und die Kreativität wichtig“, erklärt Matthias Herkenrath. Für ihn muss die Leidenschaft, etwas Individuelles zu zaubern, erkennbar sein. Nadine Daumen stimmt zu: „Zusätzlich achten wir natürlich auch auf die Details, also z.B. ob die Lippenkontur gerade ist und ob das Nageldesign nicht nur ausgefallen, sondern auch korrekt gearbeitet wurde.“

 Am Ende stehen die stolzen Gewinner fest: Auf dem ersten Platz landet Khero Taher Sose, Platz zwei belegt Loren Hornak und über Platz drei kann sich Tahnee Lauter freuen. Beim Ranking der Berufsschulen findet sich die BBS Westerburg auf dem ersten, die BBS Koblenz/ Julius-Wegeler Schule auf dem zweiten Platz.  

 

      

 

 


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