Dem Beruf mit Haut und Haaren verschrieben

Schönheitsexperten: Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein konnte 42 neue Gesellen freisprechen

 

Sie lieben ihren Beruf mit Haut und Haaren: 42 frischgebackene Gesellen konnte die Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein jetzt feierlich aus ihrer Ausbildung entlassen. Das Freisprechungsfest für die jungen Schönheitsexperten aus dem Bereich Mayen, Koblenz und Rhein-Lahn fand im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit statt.

 Herzliche Worte zur bestandenen Prüfung gaben die zahlreich erschienenen Ausbilder, Saloninhaber, Eltern und Freunde ihren „Neuen“ mit auf den Weg.

 „Vor drei Jahren kamen Sie zum ersten Mal in Ihren Betrieb und haben sich sicher gefragt: Was passiert jetzt mit mir?“, warf Franz-Josef Küveler, Obermeister der Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein einen Blick zurück an den Anfang. „Jetzt heißt es: Gas geben. Ich wünsche Ihnen alles Gute dafür.“

 Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, zog anlässlich der EM Bilder aus dem Fußball heran. „Sie mussten Ballverluste verkraften, bekamen gelbe und manchmal auch rote Karten, aber der Profi nimmt immer wieder den Anlauf aufs Tor.“

 Catharina Teichert von der Berufsbildenden Schule Mayen und Vorsitzende des Lehrerverbandes Rheinland-Pfalz beleuchtete die Besonderheiten des Berufes, denn keine Tätigkeit sei so trendorientiert. Als Multitaskingtalente müssten sich die Neuen u.a. „als Tränentrocknerinnen, Glücklichmacherinnen und Trendsetterinnen“ bewähren. Meist sei ihnen dann auch der schönste Dank gewiss: ein Lächeln im Gesicht des Kunden. 

  Viel Spaß bereitete die anschließende Foto-Präsentation „Gesellin 2016“, in der Catharina Teichert zum Song „Tage wie diese“ die drei Jahre Berufsschulzeit mit ihren Schützlingen Revue passieren ließ. Dabei wurde auch die positive Wandlung der Azubis in Vorher-Nachher-Bildern eindrücklich sichtbar.

  Britta Oswald sprach für die Belegschaft der BBS Julius-Wegeler in Koblenz. Mit Humor und Herzlichkeit zollte sie ihrer Schüler-Mannschaft Respekt, die es trotz aller Jugendprobleme wie Schlafentzug, Hormone, Pickel und Justin Bieber geschafft habe, die Ausbildung erfolgreich zu beenden: „Was ich euch für die Zukunft wünsche: Zeigt es denen, die über die Jugend schimpfen!“

  Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, beantragte augenzwinkernd „Freispruch“ für die jungen Leute, eine Aufgabe, die Franz-Josef Küveler übernahm. Anschließend konnten die Neu-Friseure und -Friseurinnen stolz ihre Gesellenbriefe entgegennehmen. Gekonnt sorgte die Band „Floor 6“ mit rockigen Klängen für die musikalische Umrahmung des Festes.

  Als Prüfungsbeste besonders glänzen konnten Alessandra Santos-Schneider, Thuy Quynh Duong (ZimmermannFriseur KG Hair & Beauty Koblenz), Leonie Günzel (Rukija Kadusic, Mayen) und Helena Heuser (ZimmermannFriseur KG Hair & Beauty Koblenz).

 

 


Die Prüfungsbesten im Friseurhandwerk

Bilder: Godehard Juraschek
Text: Dinah Schmidt