Brotpr├╝fung 2016: Hier war was gebacken

Brot-Test 2016 in BBS Julius Wegeler: Prüfer testete 80 Brote 

 Hier war was gebacken: Leckerer Brotduft durchströmte den Deinhardraum der Berufsbildenden Schule Julius Wegeler für zwei Tage. Grund war die Brot-Prüfung 2016. Einmal im Jahr rufen die Bäckerinnung Rhein-Mosel-Eifel und das Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) Innungsbetriebe dazu auf, ihre Brote freiwillig von einem unabhängigen Prüfer beurteilen zu lassen. Dieses Mal nahm Karl-Ernst Schmalz 80 Laibe aus 10 Bäckereien unter die Lupe nahm. Sein Urteil: „Die Qualität ist hoch anzusiedeln, wir liegen hier im obersten Durchschnitt.“

 Ob Veggikorn, Opa Peter-Brot, Kosakenbrot, Großer Karl, Brot mit Walnüssen oder Vollkorn: Die Köstlichkeiten aus Meisterhand überzeugten und bewiesen wieder einmal, dass Deutschland nicht umsonst für seine legendäre Brotvielfalt bekannt ist. Eine Tradition, die es aufrecht zu erhalten gilt. So lag es nahe, dass auch Berufsschullehrer Tobias Seul und seine Schüler gleich die Gelegenheit ergriffen, ihr in der Schulküche selbst gebackenes Weizenmischbrot ebenfalls vom Experten bewerten zu lassen. Gemäß DLG-Richtlinie werden sechs Kriterien beurteilt: Form und Aussehen, Kruste, Krumenbild, Elastizität, Geruch und Geschmack. Mit dem Urteil „Gut“ und einer Urkunde konnten die Schüler aus der Prüfung hervorgehen.

 Mit dreiunddreißig Mal „Sehr gut“ wurden die professionellen Meisterbäcker der Innung Rhein-Mosel-Eifel belohnt. Am Ende der freiwilligen Kontrolle gab es für die prämierten Bäckereien das begehrte IQBack-Siegel. Ein toller Service für den interessierten Verbraucher: Testablauf und Bäcker-Finder, also eine Karte mit den prämierten Bäckereibetrieben, sind auf der Internetseite www.brot-test.de zu finden – inklusive Bäckerei-Finder-App.

 „Für uns sind nicht nur die Ergebnisse wichtig“, schildert Innungsobermeister Frank Klein. „Auch der Austausch der Kollegen untereinander ist immer sehr gewinnbringend.“

 Seit fast 30 Jahren schon ist Karl-Ernst Schmalz, der Experte von IQBack, dabei. Testen kann es an einem Tag bis zu 60 Brotproben. Ist die Kruste dick genug, damit sie die Feuchtigkeit hält, sind die Poren im Teig gleichmäßig verteilt, lässt sich der Laib problemlos schneiden, passen Geruch und Geschmack zur Art des Brotes? Gibt es noch etwas zu verbessern, erhält der Bäcker eine Aufschlüsselung des Bemängelten sowie Tipps zur Verbesserung.

Am Brot-Test teilgenommen haben in diesem Jahr: Bäckerei Kieffer (Münstermaifeld), Café Becker (Alken), Die Lohners (Polch), Gregor Fuhrmann (Cochem Sehl), Jens Gassen (Koblenz-Arzheim), Bäcker-Karl´s Backhaus (Weißenthurm), Kleins Backstüffje (Koblenz Altstadt), Bäckerei Bernd Krause (Bendorf), Café Bauer (Zell) und die Vollkornbäckerei Barth (Niederfell).