KHS-Mitglieder reisten nach Namibia

Eine Gruppe von 14 Personen – alle Innungsmitglieder – unternahm eine Erlebnisreise nach Namibia. Angeboten, geplant und organisiert wurde sie von der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein (Koblenz) und dem Reisebüro Waldforst aus Boppard.


Foto: Archiv

Die Reise begann mit einem 10-stündigen Flug von Frankfurt nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Gerd Schug, Innungsmitglied und Konditormeister aus Boppard, der z. Z. in Namibia lebt, und die einheimische Reiseleiterin Marion Gaweses begrüßten die Gäste. Beide begleiteten sie während der gesamten Reise.

Erste Station war die Stadt Windoek. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine verschlafene deutsche Kleinstadt mit erhaltener Kolonialarchitektur, ist aber die größte Siedlung im Land. Der Weg führte zu Katatura, dem afrikanisch geprägten Vorort Namibias, in dem ausschließlich schwarze Bevölkerung lebt, zu „Penduka“, einem Frauenprojekt, bei dem schwarze Frauen in Eigenarbeit Kunsthandwerkserzeugnisse herstellen; und zu vielen weiteren interessanten Sehenswürdigkeiten und Denkmälern.

Zweites Ziel war die berühmte Wüste Namib mit den wohl höchsten Dünen der Welt aus feinem rotem Sand. Sie ist eine Küstenwüste und zieht sich als 1 500 km lange und 50 – 140 km breite Küstenebene mit ihren Dünen, Trockenflussbetten und tiefen Canyons am Atlantik entlang. Dem schloss sich ein Ausflug ins Sossusvlei an, ein unvergessliches Farbenspiel, wenn sich die Gelbschattierung des Sossusvlei von den roten und weißen Dünen abhebt.

Weiter ging die Rundreise nach Swakopmund, einem Küstenort am Atlantischen Ozean. Dort stehen sehr schöne Bauten aus der Kolonialzeit. Die Fahrt ging über Henties Bay, ins Erongogebiet, am Brandbergmassiv (Namibias höchstem Berg, 2375 m) vorbei durch das Erongogebirge. Unterwegs erwartete die Teilnehmer eine atemberaubende Natur mit ständig wechselndem Panorama, insbesondere das der Mondlandschaft mit ihren Steinschluchten, Kratern und bizarren Formationen aus Gestein.

Nächstes Ziel war der Etosha National Park, etwa 400 Kilometer nördlich von Windhoek, was zu einem  besonderen Highlight dieser Rundreise werden sollte. Dort leben zahlreiche Antilopenarten wie Springböcke, Impalas, Gnus und Kudus, große Herden von Elefanten, Zebras, Giraffen und Löwen sowie 110 verschiedene Arten von Reptilien- und 300 verschiedene Vogelarten. Die meisten Tiere konnte man aus nächster Nähe beobachten. Es war ein Eldorado zum Fotografieren.

Am vorletzten Tag der Reise ging es wieder zurück in Richtung Süden, in die Region Windhoeks. Der Weg führte durch Outjo, Otjiwarongo und am Massiv des Waterbergs vorbei. Die Fahrt war nie langweilig, da sich die Natur Namibias immer wieder in einem anderen Landschaftsbild präsentierte. Wieder in Windhoek angekommen, war die letzte Station das Zuhause von Gerd Schug. Er und seine Frau hatten die Gruppe zu einem letzten Imbiss eingeladen, bevor es Zeit wurde, Abschied zu nehmen von dem schönen Land Namibia.

Die Unterkünfte während der Reise waren Hotels und Lodges in afrikanischem Stil, das Essen landestypisch und vielseitig. Die Entfernung von Deutschland nach Namibia beträgt etwa 8 000 Flugkilometer. Vor Ort wurden weitere 2 400 Kilometer mit dem Bus zurückgelegt. Die Temperatur betrug tagsüber zwischen 30° und 40° C.

Es war eine gelungene, gut organisierte Reise mit vielen Informationen über das Land, die Geschichte und die Menschen Namibias mit vielen Eindrücken über  seine Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt.

Gerd Schug sorgte dafür, dass jederzeit gut gekühlte Getränke im Bus zur Verfügung standen.

Mit der Reiseleiterin Marion Gaweses hatte die Gruppe eine sehr engagierte Begleiterin, die ihr umfangreiches Wissen um ihre Heimat auf interessante Weise weitergegen hat.