Frischgebackene Metallbauer starten in den Beruf

Metallhandwerker-Innung Koblenz lud zur Freisprechung ein:

Gesellenbriefe für 15 Metallbauer

 Für zehn frischgebackene Metallbauer war es endlich so weit. Nach dreieinhalb Jahren Ausbildung durften sie ihre Gesellenbriefe entgegennehmen. Ob Tore, stählerne Schutzgitter, Fahrzeugteile oder Brückengeländer: „Es ist ein gutes Gefühl, nach getaner Arbeit zu sehen, was man geschafft hat“, sagen Florian Kaiser und Gary Kromberg über ihre Ausbildung und die Berufswahl stolz. Im Servicehaus Handwerk in Koblenz fand die schon seit dem Spätmittelalter übliche feierliche Freisprechung statt. Fünf weitere Azubis hatten bereits im Sommer ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen.

 „Sie sind heute als Lehrlinge gekommen und werden nun als Gesellen ihren weiteren Weg gehen“, freute sich Markus Brühl, Obermeister der Koblenzer Metallhandwerker-Innung, mit den erfolgreichen Prüflingen. Mit dem Gesellenbrief aber höre die Berufsausbildung nicht auf. Weiterbildung laute das Zauberwort, betonte der Obermeister: „Wer sich gern neuen Aufgaben stellt, wird immer einen sicheren Arbeitsplatz haben.“

 Dass es bei den Metallbauern darauf ankomme, „gute Verbindungen herzustellen“, schilderte Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein. Ebenso wichtig sei es, in guter Verbindung zur eigenen beruflichen Tätigkeit zu bleiben. „Immer mit Herzblut dabei sein zu können“, wünschte er den frischgebackenen Gesellen. Denn erst nach Jahren stelle sich die Intuition, das richtige Gefühl fürs Material, ein. Schweißen, Schrauben, Schneiden, Biegen, Formen, Pressen: Millimetergenau muss das Metall bearbeitet und eingepasst werden – das erfordert neben genauer Berechnung das berühmte Fingerspitzengefühl, das nur aus viel Erfahrung erwächst.

 Nach Grußworten von Hartmut Burmeister von der Berufsbildenden Schule Technik übernahm Prüfungsvorsitzender Jörg Gräf die Freisprechung. Prüfungsbester ist Robin Haas, der seine Ausbildung beim Kevag Verkehrs-Service absolvierte. 


Foto: Juraschek

Obermeister Markus Brühl überreicht die Gesellenbriefe und gratulierte dem Prüfungsbesten.