Im Bauhandwerk geht eine Ära zu Ende

„Für eine solche jahrzehntelange Arbeit und den Einsatz kann man nicht genug danken", würdigte Werner Wittlich, der Präsident der Handwerkskammer Koblenz, die Arbeit der beiden ausgeschiedenen Obermeister, Eine solche Tätigkeit sei oft mit viel Arbeit und Mühe verbunden. „Doch ohne solche Menschen hätte das Handwerk große Probleme", erklärte der Kammerpräsident.
„Ich weiß, welche Bedeutung das Handwerk für diesen Kreis hat", hob Landrat Manfred Schnur auf der Innungsversammlung hervor. Kreis und Handwerk hätten in den vergangenen Jahren vieles gemeinsam auf den Weg gebracht, so beim Konjunkturprogramm oder bei der Ausbildungssituation junger Menschen. „Für diese Arbeit stehen auch Helmut Brand und Alfred Kaspari", sagte der Kreischef. „Handwerk ist die Industrie des ländlichen Raumes, und wir brauchen einander", betonte Schnur,
Als „engagierte Kämpfer für das Handwerk" lobte Detlef Börner, der Vorsitzende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, die beiden ausgeschiedenen Obermeister, Sie hätten sich immer wieder auch unangeneh­men Fragen gesteht, um die Interessen der Innung zu vertreten. Und sie hätten einiges erreicht in dieser Zeit, erläuterte Börner.
In seinem letzten Jahresbericht hatte der scheidende Obermeister Helmut Brand betont, dass es dem Handwerk gut gehe, aber trotzdem Probleme spürbar seien-, „Uns fehlt der Nachwuchs, die Zahl der Lehrlinge und Praktikanten wird weniger", meinte er, Und kritisierte auch den Kreis. „Wir erhalten nicht den verdienten Stellenwert, der uns eigentlich zustehen würde", monierte Brand. In den politischen Gremien seien kaum noch Handwerker vertreten. „Hier wird dadurch oft über unsere Köpfe hinweg entschieden", meinte der Obermeister. Und sagte mit Blick auf die beiden neuen Obermeister: „Da bleibt für unsere Nachfolger noch einiges zu tun."
Die beiden wissen, dass das nicht leicht wird. „Ihr beide habt deutliche Spuren hinterlassen, und ich hoffe, dass wir in diese Fußstapfen treten können", erklärte der neue Obermeister Rainer Ängsten. Mut machte ihnen Helmut Weiler, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein: „Jedes Ende ist auch ein Neuanfang."
 
Zwei Fahrensleute treten ab
Helmut Brand und Alfred Kaspari prägten über viele Jahrzehnte hinweg das Handwerk im Kreis. Helmut Brand wurde 1992 Mitglied des Innungsvorstandes, ab 1996 war er Obermeister der Baugewerksinnung Cochem-Zell, seit 2002 zudem Kreishandwerksmeister für Cochem-Zell in der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein. Alfred Kaspari war bereits seit 1982 Mitglied im Vorstand der Innung Cochem-Zell, 1988 wurde er stellvertretender Obermeister und Fachgruppenleiter Dachdecker in dieser Innung. Zudem gehörte er zehn Jahre lang auch dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein an.
 
 
Der neue Innungsvorstand
Dem neuen Vorstand der Baugewerksinnung Cochem-Zell gehören an: Obermeister Rainer Ängsten (Mittelstrimmig), stellvertretender Obermeister und Fachgruppenleiter Dachdecker Thomas Berenz (Cochem), Lehrlingswart Bau Wolfgang Schmitz (Binningen), Lehrlingswart Dachdecker Peter Schumacher (Kliding) sowie Dirk Hiester (Zilshausen) und Albert Schmitz (Briedel) als Beisitzer.