Jahreshauptversammlung der Fliesenleger Innung Mittelrhein ÔÇô Tollit├Ąten zu Gast

Heiteres Handwerk
Ernstes und Heiteres liegen oft nahe beieinander. So auch bei der Fliesenleger Innung Mittelrhein. Im Anschluss an ihre diesjährige Jahreshauptversammlung – mit Neuwahlen des Vorstands – lud die Innung zum Neujahrsempfang mit den Kowelenzer Tollitäten. Und das nicht ohne Grund, schließlich ist Stefan Strunk alias Prinz Stefan von Fuge & Musik seit vielen Jahren engagiertes Innungsmitglied und Lehrlingswart.
 
An der Seite von Confluentia Daniela macht Prinz Stefan von Fuge & Musik in der „Kowelenzer Faasenacht“ eine gute Figur. Davon sind seine Innungskollegen überzeugt. Damit der gelernte Fliesen-, Platten-und Mosaiklegermeister sein Handwerk in der fünften Jahreszeit würdig vertritt, initiierten die Innungsvertreter im Anschluss an ihre diesjährige Jahreshaupt-versammlung, die Mitte Januar im Restaurant „Blumenhof“ in Koblenz stattfand, einen Neujahrsempfang mit eigens eingerichteter Prinzen-Lehrwerkstatt. Diese beinhaltete einen Berufstest der besonderen Art: Abgefragt wurden Kenntnisse und Fertigkeiten in den drei Disziplinen: Fliesen-, Platten- und Mosaiklegen. Es galt, ein Fliesenpuzzle zu lösen, als Discjockey (DJ) Schallplatten aufzulegen und ein Sudoku-Zahlen-Mosaik zu knacken. Eine närrische Prüfung, die Prinz Stefan und seine Confluentia mit Bravur meisterten.
 
„Stefan Strunk ist Handwerksmeister, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sowie Lehrlingswart unserer Innung. Seine Kompetenz im Handwerk steht außer Frage“, erläutert Innungsobermeister Detlef Börner. Mit dem nicht ganz ernst gemeinten Berufstest wolle man auf die Bedeutung des Handwerks hinweisen. Schließlich gebe es handwerkliche Qualität nur vom Fachmann.

Schon in seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung ging der Obermeister auf die Problematik der so genannten Handwerksähnlichen Betriebe ein. „Das Fliesenlegerhandwerk ist ein zulassungsfreies Handwerk. Jeder, der ein entsprechendes Gewerbe anmeldet, kann Fliesenlegearbeiten anbieten“, beklagte er. Oft zum Schaden des Kunden. Denn nicht selten komme es zu Problemen. Und dann seien Innungsbetriebe und Sachverständige gefragt. Insgesamt aber erfreuen sich Bau- und Ausbau im Fliesenlegerhandwerk derzeit einer guten Auslastung – nicht zuletzt, weil sich immer mehr Architekten und Bauherrn wieder auf die Qualität im Handwerk besinnen, wie der Obermeister resümierte. Bemerkbar mache sich zudem eine Rückbesinnung auf die Wertigkeit von fachgerecht gestalteten Bädern – nicht nur im Eigenheim, sondern auch in Mietswohnungen.
 
Erfreulich auch: die zunehmenden Lehrlingszahlen. „Das Fliesenlegerhandwerk ist für junge Leute attraktiv – und bietet interessante Zukunftsperspektiven“, betonte der stellvertretende Obermeister Knut Mohr. Mit dem neu gewählten Vorstand ist die Fliesenleger Innung Mittelrhein für die Zukunft bestens gerüstet: Neben Obermeister Detlef Börner und seinen beiden Stellvertretern Knut Mohr und Stephan Bongartz, wurde Stefan Strunk als Lehrlingswart in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Frank Bergmann und Gerd Densing. Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden Helmut Klöckner und Andreas Bittner. Den Rechnungsprüfungsausschuss begleiten Anton Kohns und Wolfgang Britz mit Stellvertreter Werner Kohlenberg.