Mit Schere, Herz und Leidenschaft: 25 neue Friseurgesellinnen und -gesellen feie

Mit Schere, Herz und Leidenschaft: 25 neue Friseurgesellinnen und -gesellen feiern ihren Abschluss

„Haargenau“ drei Jahre dauerte die Ausbildung – jetzt halten sie den Lohn ihrer Mühen in den Händen: 25 frischgebackene Friseurgesellinnen und -gesellen wurden von der Friseur- und Kosmetiker-Innung Mittelrhein im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit feierlich freigesprochen. Die Stimmung war geprägt von Stolz, Erleichterung und der Vorfreude auf den Start ins Berufsleben.

„Heute wird niemand mehr geprüft, heute wird gefeiert“, begrüßte Obermeister Matthias Herkenrath die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen. In Zeiten von Digitalisierung, Apps und Künstlicher Intelligenz werde häufig darüber diskutiert, welche Berufe künftig von Computern übernommen werden könnten. Beim Friseurhandwerk sei er jedoch gelassen: „Eine KI kann vielleicht ein Bild von einer tollen Frisur erstellen oder Vorschläge für die passende Haarfarbe machen. Aber sie wird niemandem die Haare schneiden, Strähnen setzen oder das glückliche Lächeln im Spiegel sehen. Genau deshalb hat unser Handwerk Zukunft.“

Auch Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz, gratulierte den jungen Fachkräften zu ihrem Erfolg und bestärkte sie in ihrer Berufswahl: „Die Menschen, die zu Ihnen kommen, gewinnen an Selbstbewusstsein“. Damit unterstrich er die besondere Bedeutung eines Berufs, der weit über das reine Handwerk hinausgeht.

Wie vielseitig dieser Beruf tatsächlich ist, machte Thomas Dudkiewicz, Geschäftsführer der Innung und der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, deutlich. „Sie haben gelernt, mit Schere, Kamm, Farbe, Föhn, Technik und Trends umzugehen. Aber Sie haben noch viel mehr gelernt: Menschen zu beraten, zuzuhören, Wünsche zu erkennen, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen“, sagte er. Das Friseurhandwerk sei weit mehr als Waschen, Schneiden und Föhnen. „Es ist Kreativität, Präzision, Mode, Typberatung, Chemie, Hygiene, Kommunikation, Psychologie – und manchmal auch ein bisschen Krisenmanagement.“

Denn nicht selten gehe es im Salon um mehr als nur die Frisur. „Manchmal steht ein neuer Lebensabschnitt bevor, ein Vorstellungsgespräch, eine Hochzeit oder einfach der Wunsch, sich wieder wohlzufühlen“, so Dudkiewicz. „Sie arbeiten nicht nur am Haar. Sie arbeiten am Menschen – und das ist eine große und schöne Aufgabe.“

Ein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, die sich neben ihrem Berufsalltag ehrenamtlich engagieren. „Ohne dieses Engagement wären faire und qualifizierte Prüfungen nicht möglich“, betonten die Redner übereinstimmend.

Mit guten Wünschen für die Zukunft wandte sich auch Tina Harnisch von der BBS Nicolaus-Otto-Schule Diez an die Absolventinnen und Absolventen: „Nutzen Sie die Chancen, die vor Ihnen liegen.“

Anschließend überreichten Birgit Pretz-Dany und Sabine Wolf vom Prüfungsausschuss die Prüfungszeugnisse. Unter großem Applaus betraten die Nachwuchskräfte einzeln die Bühne. Dabei wurde schnell deutlich: Hier standen echte Beauty-Expertinnen und -Experten. Mit individuellen Frisuren und modischem Gespür unterstrichen sie gekonnt ihren eigenen Stil.

Besonders glänzen konnte Felix Wagner, der bereits eine Ausbildung zum Make-up-Artist absolviert hat und als Prüfungsbester seines Jahrgangs ausgezeichnet wurde. Warum er seinen Beruf so schätzt, beantwortete er ohne zu zögern: „Wir geben den Menschen einen Boost fürs Selbstbewusstsein. Wir möchten vermitteln: Du bist gut genug und genau richtig so, wie du bist.“

Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die jungen Fachkräfte ihrem Berufsweg den richtigen Schnitt verpasst. Nun beginnt ein neues Kapitel – mit vielen Möglichkeiten, Kreativität, handwerkliches Können und den direkten Kontakt zu Menschen jeden Tag aufs Neue miteinander zu verbinden.

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Foto: Michael JordanWir gratulieren allen neuen Gesellinnen und Gesellen zu ihrem erfolgreichen Abschlus ihrer Lehrzeit.
Besonders glänzen konnte Felix Wagner, der bereits eine Ausbildung zum Make-up-Artist absolviert hat und als Prüfungsbester seines Jahrgangs ausgezeichnet wurde. Warum er seinen Beruf so schätzt, beantwortete er ohne zu zögern: „Wir geben den Menschen einen Boost fürs Selbstbewusstsein. Wir möchten vermitteln: Du bist gut genug und genau richtig so, wie du bist.“
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Foto: Michael JordanHerzliche Glückwünsche für das tolle Ergebnis.