Bereit für die Mobilität von morgen

Bereit für die Mobilität von morgen

Volles Haus bei der Freisprechungsfeier der Kfz-Innungen Mittelrhein und Unterlahn

Es war ihr großer Moment: Insgesamt 96 neue Gesellinnen und Gesellen wurden am 09. Februar von den Kraftfahrzeughandwerker-Innungen Mittelrhein und Unterlahn feierlich freigesprochen. Der Abschluss der dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung fand im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) statt und stieß auf enorme Resonanz.

Das Atrium des ZEG war mit den Berufsanfängern, ihren Eltern und Partnern, Mitgliedern der Innungen, Vertretern der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, der Handwerkskammer Koblenz, Ausbildern sowie Lehrkräften aus der Region bis auf den letzten Platz gefüllt. Über 200 Gäste waren anwesend – viele mussten sogar auf Stehplätze ausweichen.

Besonders emotional wurde es, als die jungen Handwerkerinnen und Handwerker von ihren Plätzen aufstanden und Jörg Kreuser, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses der Kfz-Innung Mittelrhein, die Freisprechungsformel verlas. Ein Moment voller Spannung, Stolz und Erleichterung: Die Ausbildung ist geschafft, die Bindung an den Ausbildungsbetrieb gelöst – der Gesellenstatus erreicht.

Im Innungsbezirk Mittelrhein traten 94 Prüflinge an, 84 bestanden die Prüfung. Im Bereich Unterlahn waren es 14 Kandidaten, von denen 12 erfolgreich aus dem Examen hervorgingen.

„Eure Arbeit ist unglaublich wichtig“, betonte Hans-Werner Norren, Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein, in seiner Ansprache. Das Kfz-Handwerk stehe vor gewaltigen Veränderungen: Digitalisierung, Elektromobilität und autonomes Fahren würden den Berufsalltag in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. „Die Branche braucht euch, um diesen Umbruch zu meistern“, so Norren. Besonders erfreulich: Auch zwei junge Frauen zählen zu den neuen Gesellinnen.

Auch Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz, blickte optimistisch auf die berufliche Zukunft der Absolventen: „Sie müssen sich um Ihre Zukunft keine Sorgen machen. Als hochspezialisierte Experten sind Sie bestens gerüstet für die Mobilität von morgen.“

Einen Einblick in die anspruchsvollen Prüfungsabläufe gab Prüfungsvorsitzender Jörg Kreuser. Von der digitalen Theorieprüfung bis zum Praxisteil in realen Werkstätten der Mitgliedsbetriebe nehme das Prüfungsverfahren in der Region eine vielfach bewunderte Vorreiterrolle ein. „Rund 70 Menschen sind im Hintergrund im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren“, erklärte Kreuser und dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement.

Nach der Verteilung der Gesellenbriefe und Zeugnisse durch Jörg Kreuser, Ralf Hellrich sowie die Lehrkräfte und Schulleitungen der Berufsbildenden Schulen in Lahnstein, Cochem, Koblenz und Andernach richtete sich der Blick auf die Prüfungsbesten.

Beim Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik erreichten Maurice Göbel (Ausbildungsbetrieb Michael Schneider und Elmar Müller, Koblenz) Platz 3, Kai Marco Wolff (Michael Müller, Winningen) Platz 2 und Paul Mintenig (Autohaus Weller, Scherer, Kruft) den 1. Platz.

In der System- und Hochvolttechnik belegten Johannes Gilles (Daimler Truck AG, Mercedes-Benz, Koblenz) Platz 3 und Ian Hahn (Scherer, Mayen) Platz 2. Prüfungsbester wurde Christian Bohr (Vogtmann-Herold + Co, Koblenz).

Im Bereich Nutzfahrzeugtechnik standen Sebastian Schwarz (Remondis Mittelrhein, Plaidt) als Dritter, Niklas Budweg (Scania Vertrieb und Service, Koblenz) als Zweiter und Benedikt Johann (Merbag Mitte-West, Andernach) als Prüfungsbester auf dem Podest.

Die Prüfungsbesten der Innung Unterlahn sind Justin Albert (Auto Bach, Audi Zentrum, Diez), Erijon Fetahu (Auto Bach, Skoda Zentrum, Diez) und auf Platz 1 Jakob Michael Reichel (SPS Motorsport, Altendiez).

Abgerundet wurde die Feierstunde durch einen gemeinsamen Imbiss, viele anregende Gespräche und musikalische Akzente: Nicolas und Till von der Musikschule Koblenz sorgten mit ihrem Können für den passenden klangvollen Rahmen.

Zum Abschluss zog Ulf Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und Geschäftsführer der Kfz-Innungen Mittelrhein und Unterlahn Hoffmann ein positives Fazit der Feier:
„Die Freisprechungsfeier ist weit mehr als ein formaler Abschluss, sie ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung. Unsere neuen Gesellinnen und Gesellen haben Großartiges geleistet und starten jetzt in eine Branche, die Zukunft gestaltet. Besonders gefreut hat uns das durchweg positive Feedback der Gäste zur Atmosphäre und zur gesamten Veranstaltung, die als sehr würdig und top organisiert aufgenommen wurde.“

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Foto: Michael Jordan