Freigesprochen und voller Energie

 Innung für Elektro- Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel: 36 Azubis losgesprochen

Abschluss mit Hochspannung: 35 frisch gebackene Elektroniker und eine Elektronikerin konnten gemäß alter Handwerkstradition nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung freigesprochen werden. Die feierliche Veranstaltung inklusive Übergabe der Gesellenbriefe fand im Restaurant Delphi in Koblenz statt. Als Festrednerin sprach die Koblenzer Bürgermeisterin Ulrike Mohrs.

 


Foto: Michael Jordan

 „Herzlichen Glückwunsch, Ihr seid die Topstars heute“, wandte sich Marco Kraus, Obermeister der Innung für Elektro, Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel an die erfolgreichen Absolventen - eine junge Frau und 35 Männer. Denn das E-Handwerk hat Zukunft. Ob Umsetzung der Energiewende oder intelligente Gebäudesteuerung: ohne die qualifizierten Fachkräfte geht nichts. Elektroniker sind in Zeiten von Digitalisierung und KI nicht mehr „nur“ Handwerker mit klassischem Aufgabenspektrum, sondern darüber hinaus Vernetzer, Programmierer und Energieexperten mit beeindruckendem IT-Know-how.

 Was es bedeutet, ein neues Mitglied der E-Familie zu sein, machte Marco Kraus anhand einiger Zahlen deutlich: Bezogen auf die E-Handwerke gibt es 48200 Betriebe in Deutschland, 517000 Beschäftigte, 46500 Azubis und 85 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Das spricht für sich. 

 „Sie haben über lange Zeit Tolles geleistet und dies mit Ihrer Prüfung gekrönt“, lobte denn auch Ulrike Mohrs, zum letzten Mal als Bürgermeisterin von Koblenz dabei. An die jungen Gesellinnen und Gesellen gewandt, wünschte sie „dass Sie immer Menschen um sich haben, die Sie unterstützen und motivieren.“

 Denn dass es mit der Lehre so gut geklappt habe, sei das Ergebnis hervorragender Teamarbeit. Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Eltern, HwK Koblenz, KHS Mittelrhein und die unermüdlichen Mitglieder des Prüfungsausschusses der Innung für Elektro- Gebäude und Informationstechnik Rhein-Mosel – ihnen allen gebühre ein herzlicher Dank. Besonders bewundernswert: Die Gesellenprüfungsausschüsse der Innungen arbeiten ehrenamtlich, ein Einsatz, der positiv stimmt. Denn Vieles funktioniere noch in unserem Land, trotz aller allgemeinen Negativität. „Wir leben in Deutschland immer noch auf der Sonnenseite“, betonte Ulrike Mohrs. Die Rahmenbedingungen seien derzeit vielfach nicht einfach, „doch mit positivem Denken kriegen wir das hin.“

 Dem stimmte auch Bernd Hammes, Geschäftsführer der HwK Koblenz, zu. Bei den technischen Gewerken im Handwerk sei die Auftragslage gut, schilderte er, „da ist das Glas fast voll.“ Auch er gratulierte den erfolgreichen Prüfungsabsolventen herzlich: „Sie werden gebraucht!“

 Dann ging es an den wohl feierlichsten Teil der Veranstaltung, die eigentliche Freisprechung. Den Prolog sprach Felix Bernardy, Azubi aus dem ersten Lehrjahr bei Elektro Künster aus Koblenz. Die Freisprechung an sich übernahm Marco Kraus. 21 junge Leute gingen erfolgreich aus der Winterprüfung 2025/2026 hervor, 15 aus der Sommerprüfung.

Im Anschluss konnten die jungen Leute ihre Gesellenbriefe aus den Händen von Ulf Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der KHS Mittelrhein, Lehrlingswart Jochen Anspach und Marco Kraus entgegennehmen – um den Abend dann noch in gemütlicher Runde bei einem leckeren Essen mit Ausbildern, Familie, Freundinnen und Freunden ausklingen zu lassen. Für die gekonnte musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgten Safa und Lukas Hazzan. Die vielversprechenden Nachwuchs-Musiker konnten bereits bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ begeistern und sorgten für beste Stimmung.