Volle Spannung voraus: Mayener Nachwuchs-Elektroniker starten durch

Volle Spannung voraus: Mayener Nachwuchs-Elektroniker starten durch

12 Azubis der Innung für Elektro-und Informationstechnik Mayen freigesprochen

 

Sie starten voller Energie ins Berufsleben: 12 frisch gebackene Elektroniker konnten jetzt gemäß der alten Handwerkstradition nach dreieinhalb Jahren Ausbildung freigesprochen werden. Die feierliche Veranstaltung inklusive Übergabe der Gesellenbriefe fand im Hotel zur Post in Welling statt.

„Schon seit dem ausgehenden Spätmittelalter gibt es den schönen Brauch der Freisprechung“, erklärte Obermeister Andreas Fuhrmann. Der feierliche Akt symbolisiert den Übergang vom Auszubildenden zum Gesellen. Anno dazumal ging er mit dem Austritt des „Neuen“ aus der Familie des Meisters einher. Auch heute noch wird der Berufsanfang von vielen Innungen mit Herzblut gestaltet.

 Dann wurde es persönlich: „Stehen Sie bitte einmal auf“, forderte Fuhrmann die jungen Elektroniker auf. „Das sind unsere neuen Fachkräfte. Sie sorgen dafür, dass immer Licht da ist und die Wärmepumpe läuft.“ Doch das Aufgabenfeld gehe längst weit darüber hinaus.

Dies griff Stefan Ehleiter, Ausschussvorsitzender Berufsbildung des Fachverbands FEHR, in seinem Grußwort auf: „Die KI verändert die Welt – und Sie sind diejenigen, die die technische Infrastruktur planen und installieren.“ Die beruflichen Perspektiven seien hervorragend, betonte er und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich freue mich darauf, in Zukunft von Ihnen zu hören.“ Ein kleiner Seitenblick ging dabei zu den Deutschen Meisterschaften im E-Handwerk, bei denen ein Rheinland-Pfälzer im vergangenen Jahr Gold holte.

Weitere Glückwünsche kamen von Michael Nisius, Bereichsleiter Vertriebsmanagement der VR Bank RheinAhrEifel, sowie von Florian Müller, Studiendirektor der Berufsbildenden Schule Andernach: „Sie haben Durchhaltevermögen gezeigt – Sie können stolz auf sich sein.“

Herzliche Worte fand auch Bernd Wagner, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses: „Rund 5.000 Stunden waren Sie im Betrieb, 1.500 in der Schule. Jetzt sind Sie Gesellen im anspruchsvollsten Handwerksberuf.“ Und weiter: „Wahrscheinlich wird Ihre Generation Veränderungen erleben wie keine vor Ihnen. Dafür brauchen wir junge Menschen mit Herzblut und Verstand – wir brauchen Sie!“

Für den emotionalen Höhepunkt sorgte schließlich die eigentliche Freisprechung: Stefan Ehleiter verlas die traditionelle Formel, die mit den Worten endet: „Gott schütze das ehrbare Handwerk.“ Gänsehautmoment inklusive.

Musikalisch begleitet wurde die Feier sehr gekonnt von Jürgen Hallfell, ehemaliger Sänger der bekannten Coverband Sidewalk, der der Veranstaltung einen stimmungsvollen Rahmen verlieh.

Als Prüfungsbeste wurden ausgezeichnet: Cornelius Kasper (Josef Müller Söhne, Andernach) auf Platz drei, Emanuel Przesang (Gebäudesystemtechnik Wagner, Kottenheim) auf Platz zwei sowie Joel Körner (Josef Müller Söhne, Andernach) als Jahrgangsbester.

 


Foto: ArchivHerzlichen Glück an alle neuen Gesellen.

Foto: ArchivAls Prüfungsbeste wurden ausgezeichnet: Cornelius Kasper (Josef Müller Söhne, Andernach) auf Platz drei, Emanuel Przesang (Gebäudesystemtechnik Wagner, Kottenheim) auf Platz zwei sowie Joel Körner (Josef Müller Söhne, Andernach) als Jahrgangsbester.