Pr├Ąsident: Nachwuchs entscheidet ├╝ber die Zukunft des Handwerks

HwK-Chef Werner Wittlich referiert bei Delegiertentagung Rhein-Lahn

 

Als besondere Auszeichnung wertete es Kreishandwerksmeister Gunter Wick, dass er zur gut besuchten Delegiertentagung der Kreishandwerkerschaft Rhein-Lahn im Hotel "Oranien" den neuen Pr├Ąsidenten der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, Werner Wittlich, sowie die Ehrenkreishandwerksmeister Walter Bubinger aus Kaub und G├╝nter Sch├╝tz aus Bad Ems begr├╝├čen konnte.

Wick lie├č die Aktivit├Ąten des vergangenen Halbjahres Revue passieren, unter anderem die Altmeisterfeier in Nassau, den Neujahrsempfang bei der HwK, den "Runden Tisch" mit Landrat Kern, den Neujahrsempfang in der Redaktion der RLZ in Bad Ems sowie die Meisterfeier in Koblenz. "Wir m├╝ssen um einen guten Nachwuchs k├Ąmpfen", so Gunter Wick. Und da es mit Fachkr├Ąften schon bald "mau werden" k├Ânnte, erinnerte er an seine Idee, vorwiegend praktisch begabte junge Menschen zu "Helfern des Handwerks" auszubilden.

Mit einem wegweisenden Referat "Aktuelles aus dem Handwerk" stellte sich Kammerpr├Ąsident Wittlich vor, der selbst lange Zeit Kreishandwerksmeister in Neuwied war und sein offenes Ohr f├╝r die Belange des Handwerks behalten will. In einer klaren Analyse der immer noch von der Beinahe-Katastrophe der Weltwirtschaft gepr├Ągten Situation konstatierte er einen vom Export getragenen leichten Aufschwung in Deutschland, allerdings auch eine "miserable Finanzlage" der kommunalen K├Ârperschaften.

Das Konjunkturprogramm II habe die zu bef├╝rchtenden wirtschaftlichen Einbr├╝che abgefedert, und die Volks- und Raiffeisenbanken erwiesen sich als stabilisierender Faktor. Das Handwerk nannte der Pr├Ąsident einen dominierenden Bestandteil der heimischen Wirtschaft und Kultur. ├ťber seine Zukunft werde der Nachwuchs entscheiden. Runde 50 Millionen Euro koste die bundesweite Imagewerbung f├╝r das Handwerk, an der sich die Koblenzer Kammer mit 200.000 Euro beteiligte.

Lebhaft diskutierte man ├╝ber Aspekte der kommunalen Gebietsreform, die Verl├Ąngerung der Kurzarbeiterregelung, eine Zentralisierung der vier rheinland-pf├Ąlzischen Handwerkskammern, "Trittbrettfahrer" au├čerhalb der Innungen und Ausnahmegenehmigungen f├╝r Handwerksbetriebe ohne Meister.

Die Verlegung der Diezer Gesch├Ąftsstelle zum Jahresende nach Koblenz (die RLZ berichtete) billigte die Delegiertenversammlung mit nur einer Gegenstimme. Einm├╝tig stimmte die Versammlung der Jahresrechnung 2009 zu und entlastete nach dem Bericht der Kassenpr├╝fer Vorstand und Gesch├Ąftsf├╝hrung.


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