"Hundehütting" für Obama

Die Schülerzahlen sinken in den kommenden Jahren dramatisch. Besonders Haupt- und Realschulen sind betroffen. Für das Handwerk bedeutet das: weniger Lehrstellen-Bewerber, drohender Facharbeitermangel. Die  Tischler und Schreiner wollen dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. In einer bundesweiten Nachwuchs-Kampagne stellen sie ihr Gewerk den Jugendlichen vor. Seit dem 22.. Februar heißt es „Tischler versus Schreiner“.  Wer hat mehr drauf? Wer ist cooler? Die Nutzer der Internet-Plattform SchuelerVZ entscheiden.

„Tatsächlich sind Tischler und Schreiner zwei Bezeichnungen für ein- und denselben Beruf“, erklärt Alfred Jacobi, Präsident des Bundesverbandes Holz und Kunststoff (BHKH). In Norddeutschland heiße es Tischler, in Süddeutschland Schreiner. „Wir haben diesen Sprachgebrauch aufgegriffen und zur Grundlage für einen pfiffigen Wettkampf gemacht: Ein Tischler- und ein Schreiner-Team treten in zehn Disziplinen gegeneinander an. Diese so genannten Challenges zeigen den Jugendlichen, dass der Beruf Spaß macht, modern und kreativ ist.“

„Möbel mashen“ heißt die erste Herausforderung. Beide Teams müssen ein altes Möbelstück zu einem neuen, fantasievollen Objekt umbauen. Die zweite Challenge dreht sich um Bo, den Hund von US-Präsident Obama. Ein so hohes Tier braucht schließlich eine angemessene Unterkunft. Klar, dass diese Disziplin nur einen Namen tragen kann: „Hundehütting“. Ebenso klar, dass der BHKH die schönere Hütte tatsächlich ans Weiße Haus schickt. Denn der wahre Gewinner dieser Challenge heißt natürlich Bo.

Werbe-Clips und Plakate in den Schulen haben die Jugendlichen auf die Aktion eingestimmt. Zwei witzige Spots, die auf die Challenges hinweisen, kursieren bereits im Internet. Beide sind auch von der Web-Site des BHKH zu erreichen: www.bhkh.de.

Übrigens: Auch Nicht-Schüler können den Wettkampf verfolgen. Auf www.tischler-vs-schreiner.de sind alle Filme zu den Challenges ohne Community-Beschränkung zu sehen.