Bei Dachdeckern geht es wieder aufw├Ąrts

"Den tiefsten Punkt d├╝rften wir durchschritten haben. Denn wer tief f├Ąllt, steigt h├Âher." Da ist sich Johannes Lauer, Obermeister der Dachdecker-Innung Rhein-Lahn, sicher. Optimistisch blickte er am Sonntag beim Neujahrsempfang in der Nassauer Stadthalle auf das Jahr 2010.

Zusammen mit Innungskollegen setzt er seine Hoffnungen auf die angek├╝ndigten Steuer-erleichterungen. Das d├╝rfte die Investitionsbereitschaft in der Bev├Âlkerung erh├Âhen. Jetzt hei├če es, auf besseres Wetter zu warten, um loslegen zu k├Ânnen. "Die Neuauftragslage ist besser als 2009, denn der wirtschaftliche Einbruch ist damals an uns Dachdeckern nicht spurlos vor├╝bergegangen." ├äu├čerst zufrieden ├Ąu├čerte sich Lauer ├╝ber das Kurzarbeitergeld: ÔÇ×Das ist eine gute L├Âsung."

Offensichtlich d├╝ster sieht es im Baugewerbe aus. Das sei bei einem Gespr├Ąch mit Landrat G├╝nter Kern und den Obermeistern deutlich geworden. "Neubauten finden im Rhein-Lahn-Kreis so gut wie nicht statt." Das treffe auf gewerbliche Industrie- und Privatbauten gleicher-ma├čen zu. Auch auf dem kommunalen Sektor bewege sich nicht viel, schon allein wegen der gewaltigen Gewerbesteuereinbr├╝che. Bei den ehemaligen guten Arbeitgebern, den beiden Kirchen, "herrscht eisige Zur├╝ckhaltung". Hemmend w├╝rden sich auch die energe-tischen Ma├čnahmen auswirken, die sinnvoll und notwendig, aber kostentreibend seien, bekr├Ąftigte Lauer. Positiv wirke sich hingegen das Konjunkturprogramm II aus.