Festliche Begleitung in den Berufsstart

Festliche Begleitung in den Berufsstart

 Metallhandwerker-Innung Mayen konnte zwölf frisch gebackene Gesellen freisprechen

 

Feierlicher Startschuss ins Berufsleben: Die Metallhandwerker-Innung Mayen konnte zwölf Gesellen freisprechen. Nach altem Brauch wurde der erfolgreiche Abschluss der Azubizeit und damit die Erhebung der jungen Leute in den Gesellenstand festlich begangen. Im Mayener Jugendhilfezentrum Bernardshof fand die Freisprechung statt – gemeinsam mit Eltern, Freunden, Ausbildern und Festrednern.

 Eine stählerne Bohrschablone, mit der die Bohrungen für eine Lochreihe maßgenau gesetzt werden können: Das war das Gesellenstück, das es zu fertigen galt, erzählt Florian Kraft. Kein Problem für den jungen Mann. Als Bester konnte er aus der Gesellenprüfung hervorgehen. Danach befragt, was er an seinem Beruf so schätzt, muss er nicht lang überlegen. „Abends kann ich sehen, was ich gemacht habe. Ob Tore, Hänger fürs Auto oder eine Treppe im Aufzugsschacht: Ich liebe die Vielseitigkeit“, schildert er. Und, ganz wichtig: Florian Kraft und seine Mitstreiter müssen sicher keine Arbeitslosigkeit befürchten. Denn als Handwerker sind sie begehrte Mangelware.

 Das machten auch die Gratulanten zum Thema. „Wir brauchen Menschen, die mit ihren zehn Fingern arbeiten können“, so Dieter Müller, Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzender der Innung. Regina Freisberg, Direktorin des Jugendhilfezentrums, prognostizierte den jungen Berufsstartern eine „sehr sehr gute Zukunft“. Und auch Festrednerin Hedi Thelen, Landtagsabgeordnete des Landtages Rheinland-Pfalz, betonte: „Die geburtenstarken Jahrgänge werden in den nächsten Jahren in Rente gehen.“ Dann werde es „sehr schwer fallen, wieder alle Posten, insbesondere im Handwerk, zu besetzen.“ Als Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Mayen sprach Michael Kaltz: „Früher sagte man: Lern was Anständiges, mach´ Abi, heute muss man sagen: Lern was Anständiges, geh´ ins Handwerk.“ Stellvertretend für die schulischen Ausbilder gratulierte Thomas Weber, Studiendirektor der BBS Andernach. „Lernt weiter. Bleibt am Ball“, lautete sein Appell.

 Alfred Keip, stellvertretender Obermeister der Metallhandwerker-Innung Mayen, und Dieter Müller übernahmen schließlich die ehrenvolle Aufgabe, die Zeugnisse zu verteilen. Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik, so lautet die offizielle Berufsbezeichnung der zwölf Absolventen, neun davon bestanden die Winterprüfung, drei gingen erfolgreich aus der Sommerprüfung hervor. Neben Florian Kraft auf Platz eins (Ausbildungsbetrieb Hans Tibes Metallbau, Polch) konnten sich noch zwei weitere junge Männer besonders profilieren: Auf dem zweiten Platz landete Daniel Juhn (Wolfgang Müller GmbH, Münstermaifeld) und auf dem dritten Jason Elzer (Metallbau Kuhn GmbH, Plaidt). Mit einem leckeren Abendessen fand das Fest schließlich einen genussvollen Abschluss.        


Fotos: Archiv

Für seine über 20-jährige Tätigkeit als Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses im Metallbauerhandwerk wird Heinrich Theisen geehrt.