Sieben neue Gesellen freigesprochen

Aus gutem Holz geschnitzt

 Tischler-Innung Mayen: Sieben neue Gesellen freigesprochen

 

 Aus schönen Hölzern individuelle Möbel herstellen, eine passgenaue Tür fertigen oder ein betagtes Möbelstück reparieren: Auf diese Kunst verstehen sich nun sieben frischgebackene Schreinergesellen. In der Mayener Geschäftsstelle der Volksbank RheinAhrEifel konnten sie dieser Tage von der Tischler-Innung Mayen freigesprochen werden. Gemeinsam mit Eltern, Freunden und Ausbildern wurde der Übertritt von der Lehre ins Berufsleben festlich begangen.

 Ein Meilenstein für die jungen Leute mit großer Tradition. Die Feierlichkeit hat ihren Ursprung bereits im ausgehenden Mittelalter. Mit der Freisprechung schied der Handwerker aus dem Familienverband des Meisters aus und hatte fortan ein sach- und lohnbezogenes Verhältnis zur Werkstatt. Er wurde in das Gesellenbuch der Zunft eingetragen. Zur Feier des Tages musste der neue Geselle damals ein Mahl bezahlen. Heute ist das anders. Innungsteam, Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, sowie in diesem Jahr die Volksbank RheinAhrEifel richten das Fest gerne aus.

 Die Leistungen der Handwerker werden dringend gebraucht, und zwar vor Ort. Die Regionalität ist ein großes Plus für alle, die sich für diesen Ausbildungsweg entscheiden, betonte Oliver Engels, Direktor Regionalmarkt MayenRhein von der Volksbank RheinAhrEifel, in seinem Grußwort. Während Akademiker in den seltensten Fällen in der Heimat tätig werden können, hat der Handwerker die Wahl. Auch Landrat Dr. Alexander Saftig und Christoph Rieger, Obermeister der Innung, ließen es sich nicht nehmen, den jungen Leuten herzlich zu gratulieren.  

 Gabriele Vogtel sprach für das Team der Berufsbildenden Schule Mayen: „Wir haben euch gerne den Werkzeugkoffer an die Hand gegeben mit allem, was ihr für euren Beruf braucht. Jetzt geht es darum, all dies anzuwenden.“

 Viele schöne Gesellenstücke auf hohem Niveau sind entstanden. Als Prüfungsbeste gingen Joschka Peterschilka (Bernhard Vallendar, Pommern) auf Platz 1, Christian Feltens (Schreinerei Helf GbR, Andernach) auf Platz 2 und Maximilian Hermsen (Peter Mohr & Sohn Bau- und Möbelschreinerei OHG Kottenheim) auf dem dritten Platz aus der Prüfung hervor – eine tolle Leistung, die entsprechend gewürdigt wurde. Die weiteren jungen Gesellen sind: Ammon Grober (Schreinerei Maria Laach GmbH, Glees); Leon Hirth (Ralf Gründel, Münstermaifeld); Fabian Schömann (Schreinerei Keiffenheim, Mayen); Kilian Süß (Christoph Rieger, Kaisersesch).

 Jedes Jahr findet der Wettbewerb „Die Gute Form“ statt, bei dem aus den Gesellenstücken des Jahres dasjenige mit der besten Gestaltung prämiert wird. Der Innungsverband richtet „Die Gute Form“ zunächst auf Innungs-, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene aus. Nominiert wurden hier Christian Feltens und Maximilian Hermsen. Sie dürfen jetzt auf Landesebene antreten.   

 

 


Foto: Archiv