Stollen aus Meisterhand

Stollen aus Meisterhand

 

Testete sich durch Altstädter, Marzipan-, Herren- und Cranberrystollen: Experte Karl-Ernst Schmalz bei der Bäckerinnung Rhein-Mosel-Eifel

 Zu Weihnachten ein Herrenstollen aus Meisterhand mit in Whiskey getränkten Rosinen und dunkler Schokolade. Das ist ein Geschenk mit Geschmack. Dass dieses Angebot nicht nur gut klingt, sondern wirklich ein Gaumenschmaus vom Feinsten ist, davon konnten sich zahlreiche Besucher des Koblenzer Weihnachtsmarktes jetzt überzeugen. Denn im Rahmen des alljährlichen Stollentests bei der Bäckerinnung Rhein-Mosel-Eifel konnte nicht nur der Profi, sondern jedermann die Leckereien nach Herzenslust verkosten.

 Nach guter alter Tradition reiste auch dieses Mal wieder Experte Karl-Ernst Schmalz in die Stadt an Rhein und Mosel, um die hiesige Stollenproduktion kritisch unter die Lupe zu nehmen. Neu in diesem Jahr: IQ Back, die testende Institution, hat den Namen geändert und heißt jetzt Deutsches Brotinstitut.

 „Ich mag eigentlich keinen Stollen und kenne auch nur den aus dem Supermarkt“, zögerte etwa Monika Boos aus Titz, konnte der Versuchung dann aber doch nicht widerstehen. Und siehe da. „Das ist ja grandios, da nehme ich gleich was mit.“ Genau dies ist neben der Qualitätssicherung das Ziel der Aktionen des Deutschen Brotinstitutes. Der Unterschied zwischen industriell gefertigter Ware und Backwerk aus Meisterhand ist deutlich herauszuschmecken, und das muss erlebt werden. Schon die Vielfalt ist beeindruckend: Marzipan-, Hildegard von Bingen-, Amarena Walnuss- und Altstädter Christstollen sind nur einige von vielen Kreationen.

Köstlichkeiten von der

- Vollkornbäckerei Barth (Niederfell),
- Kai Alsbach (Koblenz-Lay),
- Klein´s Backstüffje (Koblenz),
- Achim Lohner (Polch) und
- Arnulf Becker (Alken)

konnten hier richtig punkten.

 Karl-Ernst Schmalz testet die Kategorien Form, Struktur, Kruste, Geruch und Geschmack. 30 Stollen wurden von ihm an diesem Tag bewertet sowie diverse Plätzchen wie Zimtwaffeln, Anisplätzchen und Spekulatius, und wie stets machte sich auch in diesem Jahr große Zufriedenheit breit: „Ich habe wieder einen richtig guten Eindruck. Dabei ist der Christstollen ein schwer herzustellendes Premiumgebäck, dessen Fertigung drei Tage benötigt.“ Sprach´s, spülte mit leichtem schwarzen Tee den Mund aus und kostete das nächste Häppchen. Routine für den Profi. Gleich am nächsten Tag ging es weiter nach Aachen.

 Die Ergebnisse des Tests und die Adressen der Bäcker werden auf der Seite www.brotinstitut.de präsentiert. Einfach auf der ersten Seite unter „Bäckerfinder“ z.B. „Koblenz“ eingeben. Es öffnet sich ein Fenster mit der genauen Lage der Bäckerei, den Öffnungszeiten und den Prüfungsergebnissen im Detail.     


Da konnte keiner widerstehen:

Obermeister Frank Klein bot Stollenhäppchen an. Es testete Experte Karl-Ernst Schmalz vom Deutschen Backinstitut (rechts).

Foto: Archiv