Tischler: Mach das, wof├╝r dein Herz schl├Ągt

Sieben junge Leute bestanden die Gesellenprüfung als Tischler/in erfolgreich

Die Schreinerei Schweitzer GmbH in Katzenelnbogen war Schauplatz der Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Rhein-Lahn am 24. Juni 2017. Maximilian Bläsner, Höhr-Grenzhausen, Tobias Buchhold, Filsen, Adrian Grabbe, Höhr-Grenzhausen, Sergej Handetski, Koblenz, Merle Lettau, Laurenburg, Daniel Picciotto, Kretz und Rudolf Schmidt aus Nastätten konnten ihre Urkunden über den erfolgreichen Abschluss entgegennehmen. Eine besondere Ehrung erfuhren die drei besten des Jahrgangs, Tobias Buchhold, Maximilian Bläsner und Adrian Grabbe. Sie bekamen von Geschäftsführer des Fachverbandes „Leben – Raum – Gestaltung“ Hermann Hubig je einen Bildungsgutschein für die Holzfachschule in Bad Wildungen überreicht.

Obermeister Roland Hofmann begrüßte die jungen Leute und die anwesenden Gäste. „Herzlich willkommen bei den Profis, doch auch Profis müssen sich täglich aufs Neue beweisen“, so der Obermeister. Er sprach über Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Beruf, die ständige Verbesserung der Fingerfertigkeiten und gratulierte zu der bestandenen Prüfung.

Volker Schweitzer, der die Räumlichkeiten für die Freisprechungsfeier zur Verfügung stellte, hatte Gelegenheit, seine Firma vorzustellen. Seit 1961 gibt es die Schreinerei Schweitzer, die zunächst in Mittelfischbach ansässig war, seit 2004 in Katzenelnbogen. Ein eindrucksvolles Gebäude, „eine schöne Visitenkarte als Eintritt in das Industriegebiet der Stadt“, so Bürgermeister Harald Gemmer später in seinen Grußworten, stellt die Schreinerei dar. Sie beschäftigt drei Meister, sechs Gesellen, kaufmännische Angestellte und Halbtagskräfte, ein Beweis dafür, dass dieses Handwerk zukunftsorientiert aufgestellt ist.

Eine Reihe von Ehrengästen gratulierte und richtete das Wort an die jungen Leute. Die 1. Kreisbeigeordnete Gisela Bertram betonte, dass der Rhein-Lahn-Kreis vom Handwerk lebt und „Arbeit und Brot auf Dauer“ garantiere. Sie freute sich mit den jungen Leuten, dass sie ihr erstes Etappenziel erreichten und legte ihnen ans Herz, die Ziele für die Zukunft im Auge zu haben. Sie versprach, beide Berufsschulen im Kreis weiterhin zu unterstützen. Dies bekräftigte auch Jörg Denninghof, MdL. Wie alle anwesenden Gäste lobte er die Gesellenstücke der Tischler und wünschte hier weiter „Holzgespür“. Bürgermeister Harald Gemmer gratulierte im Namen der Verbandsgemeinde und der Stadt und richtete Dank an die Ausbildungsbetriebe und die Schulen. „Die Berufe werden sich verändern, aber ihr habt immer ein Werkstück vor Augen, das Holz“. Auch er wünschte viel Freude an dem vielfältigen Beruf in der Zukunft. Hermann Hubing sagte, dass die jungen Gesellen stolz sein können auf ihre Leistungen und sie hiermit auch werben für dieses schöne Handwerk. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Reiner Tiefenbach lobte die Zweckmäßigkeit des dualen Ausbildungssystems und richtete ebenfalls Dank an die Meister und die Schulen. Monika Richter von der Berufsbildenden Schule in Lahnstein dankte den Junggesellen für die Zeit in den letzten drei Jahren und wünschte auf den weiteren Etappen viel Erfolg.

Vielleicht zur Auslagerung ein Satz von Merle Lettau aus Laurenburg, die zu den sieben Junggesellen gehört, auf die Frage, wie sie sich im Kreis der jungen Männer behaupteten konnte: „Ich habe gleich von Anfang an deutlich gemacht, wo es lang geht und es gab nie Probleme“