ÔÇ×Mehr DurchblickÔÇť, ÔÇ×mehr FernblickÔÇť, ÔÇ×mehr WeitblickÔÇť

Die Berufsbildende Schule (BBS) des Kreises und die Metallhandwerker-Innung Ahrweiler hatten zur Einweihung des neuen Fernrohrs auf dem zugigen Gipfel der Landskrone mit Blick auf Bad Neuenahr-Ahrweiler eingeladen.

Von dort ist der Blick ohnehin genial, man sieht alles, was die Region so zu bieten hat. Jetzt aber dankt des silbern glänzenden optischen Großgeräts noch viel besser und viel deutlicher.

Das Fernrohr auf der Landskrone ist Produkt einer gemeinsamen Initiative der BBS, der Ausbildungsbetriebe und der Metallhandwerker- Innung Ahrweiler. Die Schüler hatten die Idee, die innerhalb von zwei Jahren mit viel Fantasie, Wissen und Engagement realisiert worden ist. Als weiterer Partner ins Boot kam die Firma Josef Schneider, Optische Werke Bad Kreuznach, deren Vertreter ebenfalls zur feierlichen Enthüllung gekommen waren.

Angehende Metallbauer und Konstruktionsmechaniker sowie ihre Ausbildungsbetriebe und die Innung hatten für die Verwirklichung zusammengearbeitet. Damit ist das neueste Projekt der BBS im Rahmen des Konzepts „Ausbildung +“, eines praxisorientierten Unterrichts, realisiert worden.

Nach der Begrüßung durch den Obermeister der Metallhandwerker-Innung, Alfons Wolber, und den verantwortlichen Lehrer der BBS sprach Landrat Jürgen Pföhler über die Bedeutung des Metallhandwerks im Ahrtal, die nicht hoch genug geschätzt werden könne. „Weitblick brauchen wir alle, in der Politik und in der Schule“, sagte Pföhler und lobte die „große und herausragende Gemeinschaftsleistung“ auch als neues Angebot für Touristen.

„Wer die Aussicht genießen will, muss die Mühe des Aufstiegs auf sich nehmen“, ging Kreisstadt-Beigeordneter Hans-Jürgen Juchem auf den außergewöhnlichen Platz für die Neuerung ein. „Ideen gibt es viele, aber wer setzt die Ideen durch“, sinnierte die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil. Sie gratulierte den Jugendlichen zu dem gelungenen Werk.

Gundi Kontakis, die Schulleiterin der BBS, erinnerte an den Anteil, den ihr Vorgänger, Hans-Werner Rieck, an dem Projekt hatte. Er hatte die Sache begonnen. „Ich bin stolz, solche Kollegen und solche Schüler zu haben“, sagte sie. „Viele harte Arbeitsstunden liegen hinter uns, es hat sich gelohnt“, resümierte Bastian Loch als stellvertretender Schülersprecher. Und bevor sich alle am Spießbraten stärkten, betrachteten die Pfarrer Peter Dörrenbächer und Friedemann Bach das Werk, das allen dienen kann, aus christlich-weltanschaulicher Sicht und sprachen Gebete.


Foto: Archiv