Karl-Heinz Bischoff zum Ehrenobermeister ernannt

„Das Ehrenamt ist der Mörtel des Handwerks“

 Verabschiedung: Karl-Heinz Bischoff nach 25 Jahren als Obermeister zum Ehrenobermeister ernannt

 Für die Dachdecker-Innung Koblenz ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach 25 Jahren trat Karl-Heinz Bischoff als Obermeister zurück. An seiner statt wird Guido Kohl fortan die Geschicke der Gemeinschaft leiten. Ohne Anerkennung wollten die Innungsmitglieder ihren Karl-Heinz Bischoff aber nicht aus dem Amt entlassen: Für seinen unermüdlichen Einsatz bedachte man ihn im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Soldatenfreizeitheim Koblenz-Horchheim mit dem Titel des Ehrenobermeisters.

 „Das Ehrenamt ist der Mörtel des Handwerks“, ist Karl-Heinz Bischoff überzeugt. Selbstverständlich war es für ihn, sich in der Innung zu engagieren. Bereits 1987 wurde er als stellvertretender Obermeister gewählt. 1992 trat er das Amt des Obermeisters an. Hier konnte er seine besondere Fähigkeit einbringen, tragfähige Netzwerke zu knüpfen. „Es sind immer die Verbindungen, die einen weiterbringen“, resümierte er denn auch im Rahmen der Jahreshauptversammlung, „wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, kann man etwas erreichen.“

 Die Liste von Bischoffs Ämtern ist lang, vom Vorstand des Landesverbandes über den Landeslehrlingswart bis hin zum Kreishandwerksmeister. Von seinem Engagement profitiert des Weiteren die Freiwillige Feuerwehr Horchheim, der er seit knapp vierzig Jahren als Feuerwehrmann und Brandmeister angehört sowie der Horchheimer Karnevalsverein.

 Als „sehr zuverlässigen Kollegen“ hat Detlef Börner, Vorsitzender Kreishandwerksmeister der KH Mittelrhein, den neuen Ehrenobermeister über viele Jahre hinweg zu schätzen gelernt. „Hatte ich ein Problem, hatte er immer eine Lösung.“ Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der KH Mittelrhein, lobte Bischoffs Fähigkeit, mit wenig Worten viel zu sagen. Gern überreichten die beiden die Urkunde mit dem Ehrentitel – auf dass er der Innung auch als Ehrenobermeister weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen möge.