Freigesprochen: Zimmerer wollen hoch hinaus

Zimmerer wollen hoch hinaus

Ins Berufsleben verabschiedet: 40 neue Zimmerer freigesprochen

 

In traditioneller Zimmermannskleidung, mit schwarzen Hosen und weißen Hemden, erschienen die Berufsneulinge, um im feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse entgegenzunehmen – ein schönes Bild. Begleitet wurden sie dabei von ihren Familien, Freunden und Ausbildern.

Wie üblich übernahm die Kreishandwerkerschaft Mittelrhein die Organisation der Feierstunde, mit der die dreijährige Ausbildung der jungen Leute ihr Ende fand. Im Bau hoch hinaus wollen die Zimmerer: Mit ihrem Gesellenbrief haben sie nun die besten Voraussetzungen dafür. „Das Gesellenstück, ein Teil eines Daches, passte allerdings leider nicht durch die Tür“, lachte Prüfungsvorsitzender Wolfgang Fuchs, der das Können seiner Prüflinge gerne auch praktisch demonstriert hätte.

Viel muss ein Zimmerer „auf der Pfanne“ haben. Holzkonstruktionen und Holzbauten aller Art sind sein Metier. „Sie haben drei Jahre gezeichnet, gemessen, gesägt und geschwitzt und dabei gelernt, den inneren Schweinehund zu überwinden“, brachte es Rudolf Müller, Leiter des Bauzentrums der HwK, auf den Punkt. „Ab jetzt gehören Sie zu den Profis.“ Ausdrücklich dankte er den Eltern und Ausbildungsbetrieben, die den Lehrlingen unermüdlich den Rücken stärkten. „Haben Sie stets den Mut zur Veränderung!“, gab er den Junggesellen mit auf den Weg. Einer der Neugesellen begibt sich ganz nach alter Tradition auf Wanderschaft, die Walz, um die Bräuche, Lebensgewohnheiten und Arbeitspraktiken anderer Menschen und Völker kennenzulernen.

Auch Helmut Weiler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, freute sich mit den jungen Zimmerern: „Die letzten drei Jahre waren sicher nicht immer einfach. Es galt, einige Stunden, in denen man nicht mehr wollte, zu überwinden. Aber jetzt haben Sie es geschafft.“ Ein würdiger Grund zum Feiern.

Er dankte den Zimmermeisterbetrieben für die Ausbildungsbereitschaft, die mit Kompetenz und Engagement den Auszubildenden 3 Jahre mit Rat und Tat zur Seite standen. Das duale System der Berufsausbildung, so Weiler weiter, ist ein unschlagbares Qualifizierungssystem für die Berufsausbildung.

Die Prüfungsbesten sind: Erster Jan Seibel (Holzbau Fuhrmann GmbH/Miehlen), Zweiter wurde Felix Müller (Ronnie Lohner/Kruft) und Dritter wurde Niklas Over (Anton Rosenbaum, Inh. Lothar Rosenbaum/Mayen)