Boden f├╝r berufliche Zukunft bereitet

Boden für berufliche Zukunft bereitet

 Freisprechung: Fliesenleger-Innung Mittelrhein freut sich über 13 neue Gesellen

 

 Den Boden für ihre berufliche Zukunft haben 13 neue Gesellen des Fliesenlegerhandwerks bereitet. Mosaikstein für Mosaikstein erarbeiteten sie sich die Module ihres Ausbildungswissens. Mit Erfolg: Jetzt konnten sie im Rahmen einer Feierstunde im BUGA-Pavillon der Handwerkskammer Koblenz freigesprochen werden. Stolz ließen sie sich von Eltern, Freunden, Ausbildern und Betriebsinhabern feiern.

 Über das Ende der Lehrzeit und die Erhebung der jungen Leute in den Gesellenstand freute sich auch Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein. „Die Kunden freuen sich auf gut ausgebildete Handwerker wie Sie es sind“, machte er den Neuen Mut. Dies vor dem Hintergrund, dass der Fliesenleger nicht mehr der Meisterpflicht unterliegt und unausgebildeten schwarzen Schafen auf dem Markt seitdem Tür und Tor geöffnet sind. Nur eine gute Ausbildung garantiert beste Qualität.

 Auch Rudolf Müller, Leiter des Bauzentrums der HwK Koblenz, betonte, dass nun ein solides Fundament fürs berufliche Fortkommen gelegt sei. Er zitierte die Geschichte vom Herrn, der für ein Jahr verreiste und seinem Diener befahl, derweil ein Haus zu bauen, dann sei ihm sein Lohn sicher. Der Diener aber legte sich auf die faule Haut. Das böse Erwachen war ihm sicher, als der Herr zurückkam und ihm offenbarte, sein Lohn sei das von ihm erstellte Haus: „Wir müssen unsere Zukunft sorgfältig planen, so wie Sie es getan haben.“

 Weitere Gratulanten waren Friedhelm Menk, Abteilungsleiter der BBS Lahnstein, und Christof Wenz, Fachlehrer ebendort: „Ich hatte noch nie eine so angenehme Klasse wie diese.“

 Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, machte den Akademisierungswahn unserer Gesellschaft zum Thema: „Mehr als die Hälfte eines Jahrgangs studiert, Fachkräfte dagegen werden händeringend gesucht.“ Für die raren Handwerker bedeute dies rosige Zukunftsaussichten. Knut Mohr als Prüfungsvorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, zollte den neuen Gesellen Respekt und rief dazu auf, sich täglich weiterzubilden.

 Frank Runnebaum schließlich, Prüfungsvorsitzender des Meisterprüfungsausschusses, bedankte sich persönlich bei den Neuen dafür, dass sie bereit waren, gegen den Strom zu schwimmen und ein Handwerk zu wählen: „Alle wollen studieren, Handwerk ist zweite Wahl.“ Ganz zu Unrecht. Denn die Aussichten sind bestens, Arbeitslosigkeit ein Fremdwort und die Verdienstmöglichkeiten oftmals besser als die der zahlreichen Studierten.

 Die feierliche Freisprechung übernahm Detlef Börner, bevor es an die Ausgabe der lang ersehnten Zeugnisse ging. Die Feier endete mit einem gemütlichen Beisammensein bei Getränken und Leckereien. Als Prüfungsbeste mit der Note „sehr gut“ besonders glänzen konnten Alexander Reichling (Peter Hundhausen, Birken-Honigsessen), Michael Heber (Traum in Fliesen, Inh. Markus Grölinger, Uersfeld) und – auf dem ersten Platz – Martin Münch (Fliesen Münch GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler).

  

      


Foto: Juraschek