Neue F├╝hrung bei Musikinstrumenten-Handwerk

Der Europaabgeordneter und Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Herbert Reul, war der Einladung vom Bundesinnungsmeister Siegfried Thilemann nachgekommen und referierte über seine politische Arbeit in Brüssel und die aktuellen Herausforderungen, ein geeintes Europa zu erhalten.

Dabei ging Reul auch auf die spezifischen Themen ein, die den handwerklichen Musikinstrumentenbauern derzeit Probleme bereiten, insbesondere beim Einsatz von Edelhölzern. Reul versprach, den Dialog mit dem Bundesinnungsverband fortzusetzen und lud eine Delegation des Bundesinnungsverbandes nach Brüssel ein, um dort mit den jeweiligen Verantwortlichen der Fachgremien die nun begonnenen Gespräche fortzusetzen.

Auch der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert war Gast der Jahrestagung und wies in seinem Grußwort auf den Stellenwert der deutschen Musikinstrumentenhandwerke hin, den es auch in einer globalisierten Welt und unter einer seit nunmehr mehr als 10 Jahren novellierten Handwerksordnung mit Wegfall der Meisterpflicht in den traditionellen Musikinstrumentenhandwerken zu schützen gelte.

Neben diesen wichtigen politischen Themen stand die Neuwahl des Vorstands des Bundesinnungsverbandes im Mittelpunkt der Tagung.

Der bisherige Bundesinnungsmeister Siegfried Thilemann kandidierte nach mehr als 10-jähriger Amtszeit nicht mehr für dieses Amt, das er in jüngere Hände legen wollte.

Die Versammlung wählte mit 95 % Stimmen den Obermeister der Musikinstrumentenmacher-Innung Nordrhein & Westfalen/Süd, Klavierbaumeister Jan Enzenauer zum neuen Bundesinnungsmeister.

Zu seinem Stellvertreter wurde Christoph Böttcher, Inhaber der Orgelbauwerkstätten Willi Peter GmbH & Co. KG gewählt.

Komplettiert wird der neue Vorstand durch Sebastian Fuierer, Thomas Gärtner und Thomas Hanf.

Auch die Nachwuchsarbeit des Bundesinnungsverbandes nahm breiten Raum in den folgenden Redebeiträgen und Diskussionen ein.

So war man sich einig, dass der Praktische Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW) weiterhin unterstützt und die Ausbildungsordnungen, sofern noch nicht geschehen, novelliert werden müssen.

Hieran will der Bundesinnungsverband weiterhin intensiv mitarbeiten.


Foto: Bundesinnungsverband für das Musikinstrumentenmacher-Handwerk