Damit Traum vom Betriebsverkauf nicht zum Albtraum wird

Wenn es um die Unternehmensnachfolge geht, werden viele Betriebsinhaber unsicher: Wie geht das? Etliche Fragen tun sich auf. Denn auch, wenn der passende „Neue“ gefunden ist, der das oft mit Herzblut aufgebaute Lebenswerk weiterführt, gilt es, zahlreiche rechtliche, steuerliche, organisatorische und finanzielle Dinge zu beachten. Grund genug für die Kreishandwerkerschaft, ihre Innungsmitglieder mit dem entsprechenden Know-how auszustatten und vor allem die passenden Ansprechpartner vor Ort vorzustellen. Denn: „Vieles ist einfacher als man denkt. Das A und O ist die Kommunikation mit den richtigen Beratern“, so Karl-Heinz Weber, stellvertretendes Vorstandsmitglied und Bereichsleiter Firmenkunden der Sparkasse Koblenz.    

Die Betriebsnachfolge aus rechtlicher Sicht war das Thema von Rechtsanwalt Dr. Edgar Eich. Über die steuerliche Gestaltung der Betriebsübergabe im Handwerk referierte Steuerberater Gerd Regnery. Sensibilisierung war hier das Ziel: Es gibt vertragsbedingte und steuerrechtliche Fallen, die der Laie oftmals nicht bedenkt. Der Fachmann hilft, diese zu vermeiden.

Nach welchen Kriterien das Unternehmen überhaupt zu bewerten ist, wusste Diplom-Volkswirt Jürgen Schäfer, Betriebsberater der Handwerkskammer Koblenz, anschaulich zu vermitteln. Schließlich schilderte Karl-Heinz Weber, nach welchen Kriterien das Geldinstitut eine Nachfolgefinanzierung beurteilt. Quintessenz: „Arbeiten Sie mit Experten zusammen, suchen Sie das Gespräch mit uns.“

Nach den Referaten standen die Fachleute den Betriebsinhabern noch für Einzelgespräche zur Verfügung. Zahlreiche Tipps und Infomaterialien zur ersten Orientierung und Einarbeitung ins Thema konnten mit nach Hause genommen werden. „Wir als KH bieten Interessenten gerne eine allgemeine Einstiegsberatung“, so Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der KH Mittelrhein, „wir sind gewissermaßen der `Hausarzt`, für die Einzelthemen vermitteln wir dann an die entsprechenden Fachkräfte weiter.“


Foto: Juraschek