Fl├╝chtlingsunterk├╝nfte aus Holz boomen

Flüchtlingsunterkünfte so schnell und funktional wie möglich vorzuhalten – dieser Aufgabe sehen sich in diesen Zeiten der wachsenden Flüchtlingsströme aus Kriegs- und Krisengebieten die Kommunen in Deutschland gegenüber. Allerdings: Wohncontainer aus Blech sind so gut wie ausverkauft.

Überzeugt hat der Niederzissener Betrieb Holzbau Adams mit seinem Konzept jetzt die nordrhein-westfälischen Städte Puhlheim und Elsweiler, für die er derzeit Flüchtlingsunterkünfte in Holzbauweise in Wohnhausqualität fertigt. Die Vorteile: Die einzelnen Module sind binnen zwei Wochen produziert, in weiteren zwei Wochen an Ort und Stelle aufgebaut. Und sie sind von so nachhaltiger Qualität, sodass sie auf längere Sicht auch ohne Probleme flexibel für eine andere Nutzung umzugestalten sind.

Man gehe davon aus, dass die Kosten für die Erstunterbringung eines Flüchtlings 10.000 Euro betragen. Pluspunkte für den Kreis Ahrweiler sammelt der Niederzissener Betrieb auch durch folgenden Umstand: „Wir bieten durch die Zusammenarbeit mit hier in der Region ansässigen Betrieben wie Dachdecker, Heizungsbauer, Elektriker, Verputzer und Fundamentbauer ein schlüsselfertiges Konzept an, die Wertschöpfung bleibt im Kreis“, erklärte Geschäftsführer Reinhard Adams. Die Qualität der einzelnen Module – egal, in welcher Ausführung – erfüllen sämtliche baugenehmigungsrelevanten Standards wie etwa für den Schallschutz oder den Brandschutz.


Foto: Judith Schumacher

Obermeister Reinhard Adams