Mit Energie ins Berufsleben gestartet

Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen spricht 13 Neu-Elektroniker frei

 Sie sind die Fachleute, die die Energiewende maßgeblich mit umsetzen: die Elektroniker. 13 „Neue“ konnte die Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen nun im Beruf willkommen heißen. Die jungen Männer haben nach dreieinhalb Jahren Ausbildung ihre Lehre beendet und nahmen im Rahmen einer feierlichen Freisprechung im historischen Rathaus ihre Gesellenbriefe entgegen – mit berechtigtem Stolz.

 „Junge Kollegen, dies ist sicher einer der wichtigsten Tage in Ihrem Leben“, begrüßte Obermeister Hans Groh die neuen Mitglieder der „E-Familie“, „Sie haben erfolgreich zeigen können, was in Ihnen steckt.“

 Auch Michael Kaltz von der Kreissparkasse Mayen und Oberbürgermeister Wolfgang Treis fanden herzliche Grußworte. „Handwerk hat goldenen Boden, das gilt auch heute noch“, so der Stadtchef. „Meine Empfehlung ist: Lernen Sie weiter, das Leben ist ein permanentes Dazulernen.“ Und wo sollte das spürbarer sein als im E-Handwerk? Hausautomatisierung und intelligent vernetzte Systeme: Die Entwicklungen hier sind imposant und haben auch die breite Masse erreicht. Ein Beruf voller Abwechslung und Spannung im doppelten Wortsinn. „Natürlich gibt es noch die klassische Hausinstallation“, brachte es Lehrer Michael Detje von der Berufsbildenden Schule August-Horch in Andernach auf den Punkt. Aber die Aufgabenpalette werde stets größer. „Die Prüfung wird immer anspruchsvoller, weil das Berufsleben des Elektronikers mittlerweile viele neue Aufgaben umfasst.“  

 Ein Faden, den auch Christoph Hansen, an den Oberbürgermeister gewandt, aufnahm: „Energieeffizienz ist unser Handwerk: Wir als Fachleute sind die Umsetzer, mit uns können Sie rechnen.“ Hansen ist Präsident des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Hessen/ Rheinland-Pfalz und Mitglied der E-Familie aus Leidenschaft, wie auch Hans Groh. Daher der Appell der beiden Experten: „Wickeln Sie Ihre Arbeit nicht einfach ab, seien Sie mit Herzblut dabei. Sie sind als Fachkräfte sehr begehrt.“

 Denn diese sind rar. „In der Region sind wir noch ganz gut aufgestellt, aber andernorts ist der Mangel schon gravierend“, so Detje. „Wer nicht ausbildet, hat Fachkräftemangel“, brachte es Hans Groh auf den Punkt. „In der Regel können die jungen Leute nach ihrer Ausbildung auch gleich dort bleiben, wo sie gelernt haben“ – eine Sicherheit, die „die Neuen“ bestimmt zu schätzen wissen.

 Und dies waren die Prüfungsbesten des jetzigen Jahrganges: Markus Wilbert (Petzenhauser & Müller, Kruft), Stephan Bonk (Niesmann + Bischoff, Polch) und auf dem ersten Platz Simon Runge (Hannus Elektrotechnik, Mayen).

 

 


Die Prüfungsbesten (v.l.n.r.): Markus Wilbert, Simon Runge und Stephan Bonk mit Hans Groh, Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen