Fit in puncto Notfallmanagement

„Die meisten Ratsuchenden, die zu uns kommen, haben Probleme mit der Unternehmensnachfolge“, sagt Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der KH Mittelrhein, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das selbstständige Handwerk 2015 skizzierte. In Konsequenz stand der Vortrag von Referent Dr. Edgar Eich, Betriebswirt und Jurist, für viele Seminarteilnehmer im Mittelpunkt. Betreuungsregelungen, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament und auch der Notfall Insolvenz kamen zur Sprache: Themen, die gerne verdrängt werden, aber angepackt werden müssen, und zwar juristisch korrekt.

  „Das brennt mir auch unter den Nägeln, deshalb bin ich heute gekommen“, schilderte etwa Fotografin Sabine Greber-Maier aus Idar-Oberstein. „Wir haben zwar was für den Notfall formuliert, wissen aber nicht, ob das richtig ist.“ Auch zu weiteren Themen gab es zahlreiche Infos.

 Beispiel Gespräch mit dem Bankberater: Nach welchen Kriterien kommt die Ratingnote zustande und was kann man tun, um sie zu verbessern? Diese Fragen beleuchtete Karl-Heinz Weber, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz. Karlheinz Gaschler regte an, die Altersvorsorge noch einmal zu überdenken - angesichts niedrigster Zinsen, die die Renditen privater Vorsorgeprodukte empfindlich schmälern.

 Schließlich kamen „Steuerliche Betrachtungen zu Bank und Testament“ zur Sprache, erläutert von Gerd Regnery, Diplom-Finanzwirt und Steuerberater. Auch hier ein Schwerpunkt: die Unternehmensnachfolge, dieses Mal aus steuerlicher Sicht. Am Ende gingen die Teilnehmer mit vielen neuen Denkimpulsen nach Hause.

 


Foto: Juraschek