Elektro-Innung: Mit Notfallmanagement vorsorgen

Wie immer hatten Innung und Kreishandwerkerschaft Mittelrhein für ihre Mitglieder wichtige Tipps und Tricks im Gepäck. Referent war dieses Mal Betriebswirt und Jurist Dr. Edgar Eich, der alle Eventualitäten in puncto Vorsorge kompetent und lebendig erörterte.

Die Vorsorgevollmacht ist der Schlüssel, erläuterte der Referent. Denn mit ihrer Hilfe kann der Geschäftsführer festlegen, wer das Unternehmen bei krankheitsbedingtem Ausfall vorübergehend übernehmen oder gänzlich fortführen könnte, was aus dem Unternehmen werden soll, welche Einkaufsbedingungen vorherrschen usw. Die ausgewählte Vertrauensperson sollte zuvor in einem Gespräch ausführlich ins Bild gesetzt werden. Wichtig zu wissen: Ehe- oder Geschäftspartner haben nicht automatisch das Vertretungsrecht. Für Unternehmer, die nicht vorgesorgt haben, wird von Amts wegen ein Betreuer eingesetzt.

Auch rund um Insolvenz und Testament informierte Dr. Edgar Eich. „Wo wird ein Testament am besten aufbewahrt, wer kann die Rechte der minderjährigen Kinder wahrnehmen, was ist das so genannte Berliner Testament“, waren dabei nur einige Fragen von vielen, die geklärt wurden.

Im Anschluss berichteten Obermeister Marco Kraus und Stellvertreter Michael Saueressig von den Aktivitäten des vergangenen Jahres und von neuen Vorhaben. So soll ein Newsletter die Mitgliedsbetriebe schneller und gezielter informieren. Ein solcher werde erfahrungsgemäß stärker wahrgenommen als Internet-Auftritte. Marco Kraus verwies noch einmal auf die Vorteile, die eine Mitgliedschaft zur Innung mit sich bringt wie etwa kostenlose Rechtsberatung, Vertretung vor Arbeits- und Sozialgerichten oder Nutzung der E-Marke.

Lehrlingswart Hans Anspach berichtete von den 53 Neulingen. Er wünschte sich: „Wir können nicht immer nur jammern, dass wir keine jungen Leute mehr haben, wir müssen auch etwas dafür tun.“ Ungeputzte Schuhe und schmutzige, sowie unvollständige Werkzeugtaschen gehen gar nicht. Hier bitte regelmäßig checken und ein Auge auf die Lehrlinge haben, lautete die Aufforderung.

Ein tolles Angebot: 9 Schulungen bzw. Unterweisungen für 69 Personen hat es im vergangenen Jahr gegeben, berichtete Fachgruppenleiter Werner Hammes, die meisten davon waren kostenfrei.

Für so viel Ehrenamt in allen Bereichen bedankte sich Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, herzlich: „Eure Innung ist hier führend.“ Nach der erfolgreichen Verabschiedung des Haushaltes ermunterte er die Mitglieder der insgesamt 73 Innungsbetriebe der Elektro-, Gebäude- und Informationstechnik, bei Problemen Kontakt aufzunehmen mit der Kreishandwerkerschaft. Denn: „Wir haben immer ein offenes Ohr.“


Foto: Juraschek