Auszubildende aus Kfz-Berufen k├Ânnen k├╝nftig auch online lernen

E-Learning-Programm bei Jahreshauptversammlung vorgestellt

 

Die Kraftfahrzeughandwerker-Innung Unterlahn wartet mit einer modernen Neuerung auf: An der Nicolaus-August-Otto-Schule (Naos) in Diez können die Berufsschüler künftig mit dem E-Learning-Programm „Electude Argo“ auf virtueller Basis ihr Wissen verbessern. Bei der Jahreshauptversammlung der Innung stellte Bert Jonker von der niederländischen Entwicklerfirma Electude das internetbasierte Programm vor.

„Während bislang eine Fachzeitschrift den Unterricht erklärend ergänzte, haben wir jetzt un- gleich bessere Möglichkeiten“, sagte Oberstudiendirektor Thomas Fischer. Das Programm ermöglicht den Fachschülern, von zu Hause aus den Unterricht vor- und nachzubereiten, im eigenen Tempo zu lernen und verschiedene Übungen, so häufig wie gewünscht, zu wiederholen. Es beinhaltet eine Lernerfolgskontrolle, Üben am virtuellen Fahrzeug und vereint damit Theorie und Praxis. Fischer und Jonker beschreiben die Neuerung als „attraktives Lernumfeld, das viele Herausforderungen bereithält“. Die Naos setzt als erste rheinland-pfälzische Schule auf diese elektronische Lernmethode, die bereits 108 000 Schüler in 32 Ländern verwenden.

Zweiter wesentlicher Tagesordnungspunkt der Innungsversammlung war der Bericht von Obermeister Fritz Tritsch, der einen Blick auf das Autojahr 2013 in Deutschland warf. Die Bilanz fällt „gerade noch befriedigend“ aus. Während die Umsätze im Neuwagenhandel um 4,6 Prozent auf 52 Milliarden Euro sanken, gab es in den Bereichen Service und Gebrauchtwagen positive Entwicklungen um 2,3 beziehungsweise 4,2 Prozent auf 30,9 beziehungsweise 46,1 Milliarden Euro. So entspricht das Gesamtumsatzvolumen von 138,6 Milliarden Euro ziemlich genau dem 2012er-Wert.

Bei den Auszubildenden musste das Kfz-Gewerbe Federn lassen. „Die Zahl der Auszubildenden ging von 90 345 auf 87 490 zurück“, berichtet Tritsch. Eine Ursache sei die deutlich geringere Anzahl von Abgängern aus allgemeinbildenden Schulen. Was das Jahr 2014 angeht, spricht Tritsch von einer „optimistischen Prognose, die eine stabile Marktentwicklung“ erwarten lässt. Die Januar-Zahlen weisen bei den Zulassungen ein Plus von 7,2 Prozent aus, während aufgrund des „ausgefallenen Winters“ die Werkstatt-Auslastung um fünf Prozent sank.


Innungsobermeister Fritz Tritsch (stehend) stellte die Jahresbilanz des deutschen KFZ-Gewerbes vor.

Foto: Weiss