Gemeinschaft als Quelle der Motivation

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung geehrt: Rolf Hendgen, Obermeister der Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel, erhält Ehrennadel

Nicht nur beim Koblenzer Café Wartesälchen oder der Langen Tafel konnte Rolf Hendgen sein glückliches Händchen für Orte beweisen, an denen man zueinanderkommt. Auch in Sachen Ehrenamt bringt der Obermeister der Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel gut und gerne „alle an einen Tisch“. Für seinen Einsatz wurde er nun im Rahmen der Jahreshauptversammlung vom Fachverband Leben Raum Gestaltung Rheinland-Pfalz mit der silbernen Ehrennadel bedacht.   

Der 47-jährige zweifache Vater und Tischler aus Leidenschaft freut sich: „Für mich ist das Ehrenamt keine lästige Pflicht, sondern eine Möglichkeit, davon in vielfältiger Art zu profitieren. Meine Innungskollegen sind durch die Bank nette Leute, die auch noch meinen Beruf haben.“ Diese Freude am Einsatz gelte auch für seine Tätigkeiten im Rahmen von Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer, „wo ich Menschen aus allen Sparten des Handwerks treffen kann.“

Gemeinschaft als Motivationsquelle und Ideenpool, da ist Rolf Hendgen gerne mit im Boot. Viele kreative Ideen hat er im Gepäck „und Ecken und Kanten, wie wir Schreiner kennen“, so Landesinnungsmeister Siegfried Schmidt augenzwinkernd. Als „Urgestein des Tischlerhandwerks“ lobte er Hendgen, als Mann mit „akribischer Zielsetzung, klar und prägnant. Ihr könnt stolz auf solche Leute sein, die den Karren nach vorne ziehen.“    

Die Innungsarbeit wurde dem Geehrten vom Vater in die Wiege gelegt, der lange Zeit im Vorstand tätig war. Rolf Hendgen ist 2008, nach der Fusion zweier Innungen zur Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel, zum Obermeister gewählt worden. 30 Jahre Schreinertätigkeit liegen nunmehr hinter ihm, gespickt mit Highlights: Danach befragt, nennt er z.B. die beeindruckende Theke des „Wartesälchens“, eines im Stil der 50er Jahre zum Café umgebauten Kultkiosks auf der Verkehrsinsel des Koblenzer Friedrich-Ebert-Rings. Oder die „Lange Tafel“, den 33 Meter langen und geschätzte 7,5 Tonnen schweren Eichenholztisch vor dem Kurfürstlichen Schloss – ein Gemeinschaftsprojekt der Innung mit dem Landesfachverband Holz und Kunststoff anlässlich der BUGA.

47 Mitglieder hat die Schreiner-Innung heute, berichtete der Obermeister. Infos in puncto Ausbildung gab´s von Lehrlingswart Frank Nollen. Positiv äußerte sich Arne Bretschneider, Ressortleiter Berufsbildung beim Fachverband, über das Niveau, das der traditionelle Lehrlingswettbewerb in diesem Jahr zeigt. Unter dem Motto „Licht und Schatten“  waren 21 Teilnehmer mit von der Partie: „Eine gute Vorbereitung auf die Gesellenarbeit.“

Weiter wurde berichtet, dass die diesjährige Freisprechungsfeier im imposanten Druckzentrum der Rhein-Zeitung einen würdigen Rahmen finden wird. Die Innungsmitglieder freuen sich bereits auf das „tolle Event“.

Hilfreiche Infos für den Arbeitsalltag gab es von Arne Bretschneider. Eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, wie geht das eigentlich? Laut Arbeitssicherheitsgesetz ist jeder Betriebsleiter einer Tischlerei dazu verpflichtet. Als besonderen Service für die Innungsmitglieder gab der Experte detailliert Auskunft über alles, was der Schreinermeister zum Thema wissen muss.

Auf aktuelle Fragen der Betriebsberatung ging Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein ein. Innung, Kreishandwerkerschaft und Fachverband bieten den Betrieben eine umfassende Beratung rund um die Handwerksbetriebe. Die Finanzen mit Jahresrechnung, Haushaltsplan und Gebühren-Ordnung wurden von der Versammlung auf den Weg gebracht.  

Als weiteres „Bonbon“ für Mitglieder der Innung stellte Michael Oster von der IKK Südwest neue attraktive Angebote und Leistungen der Krankenkasse vor: Per ausgeklügeltem Bonussystem und Vorsorgeunter-suchungen greift die IKK ihren Mitgliedern unter die Arme.   


Foto: Juraschek

v.l.n.r.: Landesinnungsmeister Siegfried Schmidt, Obermeister Rolf Hendgen, stellv. Obermeister Wolfram Lehnen und Geschäftsführer Karlheinz Gaschler