Sch├╝ler der Metall-Berufsschulklasse bauten eigene Kinder-Lore

Im Frühjahr diesen Jahres besuchte die Berufsschulklasse ME11b der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler das 3-Stollen Besucherbergwerk "Grube Bendisberg". Begleitet wurden die Schüler von ihrem Klassenleiter, Studienrat Holger Waldecker, und dem Prüfungsausschussvorsitzenden der Metallhandwerker - Innung des Ahrkreises und Fachpraxislehrer, Guido Höfer. Die feierliche und standesgemäße Übergabe der von den Schülern konstruierten und gefertigten Kinderlore an die Verantwortlichen des Besucherbergwerks markierte den krönenden Abschluss eines in dieser Form einmaligen Projektes der Metall-Auszubildenden der BBS.

Zum ersten Mal nämlich hatten es die Ausbildungsbetriebe des Ahrkreises ermöglicht, dass ihre Auszubildenden die schulischen Metallwerkstätten für praktische Metallarbeiten nutzen durften. Die ausbilderische Praxis obliegt nämlich normalerweise den Ausbildungsbetrieben vor Ort, während sich die BBS für deren theoretische Fundierung verantwortlich zeichnet. Diese im Falle des Projekts „Kinderlore“ besondere Form des Miteinanders von Schule und Betrieben führt Guido Höfer vor allem „auf die langjährige intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit der dualen Partner im Metallbereich zurück.“ „Den Betrieben“, so Höfe weiter, war dabei sicherlich auch bewusst, dass die Metallberufe auf diese Weise positiv in den Focus der öffentlichen Wahrnehmung gelangen.“

Die Anwesenheit zahlreicher politischer Mandatsträger und anderer Ehrengäste bestätigte diese Einschätzung.  Gerd Heilmann, Verbandsgemeindebürgermeister der Vordereifel, Alfred Schomisch, Ortsbürgermeister der Gemeinde Langenfeld, Obermeister der Metallhandwerker-Innung, Bernd Klein, sowie Vertreter des regionalen Touristik–Verbandes und zahlreiche Mitglieder des Fördervereins „Besucherbergwerk“, ließen es sich nicht nehmen der feierlichen Übergabe beizuwohnen. Im Zentrum aber standen diejenigen, ohne die die Fertigung und Konstruktion der Kinderlore nicht möglich gewesen wäre: Die Auszubildenden der Berufsschulklasse ME11b. In ihren offiziellen Ansprachen hoben Schomisch, Heilmann und Waldecker diesen Umstand in besonderem Maße hervor und lobten allenthalben die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gemeinsam ließ man das Projekt, seine Entstehung und Durchführung, Revue passieren, so dass sich alle Anwesenden ein lebendiges Bild dieser einmaligen Aktion machen konnten.

Die Bergwerksfreunde zeigten sich dann auch sichtlich gerührt und ließen der BBS zum Dank eine besondere Ehre zu teil werden. Sie verliehen dem Fachbereich Metalltechnik die traditionelle und ehrenvolle Auszeichnung "Ehrensteiger". Das Symbol dieser Ehre, die Übergabe des Steigerstockes an die BBS und, stellvertretend für die Schule,  den Schlag des Ehrensteigers an Klassenleiter Holger Waldecker, dokumentierten in besondere Weise das hohe Maß an Wertschätzung gegenüber den erbrachten Leistungen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil  hatten die Schüler bei bestem Wetter Gelegenheit, sich mit deftiger Bergmannskost zu stärken, um des Nachmittags noch einmal in die Tiefen des Bergwerkstollens abtauchen zu können.

Hier wurde den Schülern durch die fachkundigen Bergmänner ein Ahnung davon vermittelt, was es heißt, unter Tage zu arbeiten, in dem ihnen die unterschiedlichen Facetten der Bergwerkswelt und des Bergbaus vor Auge geführt wurden.

Die Auszubildenden zeigten sich begeistert nicht nur, aber vor allem ob der auf diese Weise gezeigte Wertschätzung für ihre Arbeit und ihr Engagement.

Derartige, schülerorientierte, aber dennoch den Rahmenbedingungen und Zielen der Ausbildung verpflichtete Projekte spiegelten gleichsam exemplarisch, so Holger Waldecker, den Grundgedanken des Dualen Ausbildungssystems wider.

„Dieser Erfolg“, so Waldecker weiter, „konnte sicherlich nur entstehen, weil Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe auf der einen und externe Partner wie das Besucherbergwerk Grube Bendisberg auf der anderen Seite vertrauensvoll und vorurteilsfrei zusammen gearbeitet und die einzelnen Projektschritte vorbildlich aufeinander abgestimmt haben.“

So darf es nicht wundern, dass Ortsbürgermeister Alfred Schomisch die BBS Ahrweiler für die Zukunft zu weiteren gemeinsamen Projekten einlud. Die Vertreter der BBS hörten das gern.