Infos und Tipps rund um die Fu├čgesundheit

Frühjahrsversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz

 Einen ganzen Tag lang standen Vorträge auf dem Programm. Infos, Tipps und Tricks, die den Fachkräften den Berufsalltag erleichtern können. Beispielsweise: Wie mache ich ein gutes Foto von Fuß bzw. Schuh? Schon in der Begrüßungsrede von Obermeister Karl-Heinz Weber war die „Flut der Verträge“ und der enorme Verwaltungsaufwand Thema, der heute den Orthopädie-Schuhmachern seitens der Krankenkassen abverlangt wird. Fotos müssen den Bedarf an maßgeschneiderten Hilfsmitteln dokumentieren. Hier dürfte mancher Teilnehmer hilfreiche Ideen von Fotografenmeister Michael Jordan mit nach Hause genommen haben. „Fotodokumentation im Handwerk – Der einfache Weg zum guten Bild“, lautete der Titel seines Vortrages.

 Wer Probleme mit den Füßen hat, steht drauf: Orthopädische Schuhe können die Lebensqualität aller Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, erheblich verbessern. „Schade, dass unser Handwerk als Exoten-Beruf gilt und unter jungen Leuten wenig bekannt ist – die Arbeit ist so spannend und vielfältig“, versichert Stefan Egelhof. Er ist Lehrlingswart der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz und einer von rund 30 Teilnehmern, die sich jetzt zur Frühjahrsversammlung im Koblenzer Servicehaus Handwerk einfanden.

 Ebenso lebendig und informativ sprach Dr. Katja Schönweiß, Medical Advisor des Kompressionsstrumpf-Herstellers BSN-Jobst in Emmerich, über „Kompressions-Bestrumpfung in der Lymphologie und Phlebologie“. Denn Orthopädieschuhmacher versorgen ihre Kunden je nach Bedarf nicht nur mit maßgefertigten Schuhen, Hilfsmitteln wie Innenschuhen oder Einlagen, sondern auch mit Kompressionsstrümpfen oder Bandagen.

 Über Neues aus der Wissenschaft in puncto Orthopädieschuh wusste Thomas Stief zu berichten. Der Diplom-Ingenieur und Meister seines Fachs hat sich dem Forschungs- und Bildungsmanagement in der Orthopädieschuhtechnik verschrieben. Ziel ist, die Forschung auf diesem Gebiet systematisch voranzutreiben und Handwerk, Wissenschaft und Bildung miteinander zu vernetzen. Als Lehrbeauftragter am Fachbereich Physikalische Technik der FH Münster mit den Lehrschwerpunkten Technische Biomechanik und Biomechanische und Orthopädische Messtechnik ist Stief an vorderster Front tätig. Schwerpunkt seines Vortrags war das neue mobile betois-Messsystem, von der Fachhochschule Münster entwickelt, das Fußbelastungen im Schuh bestimmen kann.

 Für das Alltagsgeschäft von großer Bedeutung waren weiterhin zwei Vorträge zum Thema „Meisterpolice plus: Absicherung für Handwerksbetriebe“ – hier sprachen Thomas und Jörn Geisen von den Signal-Iduna Versicherungen - und „Abrechnungsfragen aus der Praxis"

 Zu der Vertragssituation in Rheinland-Pfalz führte Geschäftsführer Karlheinz Gaschler  aus, dass nunmehr für 2014 neue Verträge für die Krankenkassen AOK, BKK und IKK vorliegen. Im Einzelnen wurden die Veränderungen erörtert. Zur Qualitätssicherung ist die Präqualifizierung der Betriebe und die Fortbildung erforderlich.

 85 Betriebe gehören zur Zeit der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz an und können von den vielfältigen Serviceeinrichtungen von Innung und Kreishandwerkerschaft profitieren.  


Foto: Michael Jordan

v.l.n.r.:
Lehrlingswart Stefan Egelhof, stellv. Obermeister David Haßler, Dr. Katja Schönweiß (Fa. BSN-Jobst), Ehrenobermeister Walter Schneider,
Obermeister Karl-Heinz Weber, Geschäftsführer Karlheinz Gaschler