ÔÇ×Willkommen in der Elektro-FamilieÔÇť

Innung für Elektro-, Gebäude und Informationstechnik: 28 neue Gesellen freigesprochen

 

Über 28 frischgebackene Gesellen freut sich die Innung für Elektro-, Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel. Im Festsaal des Koblenzer Ruderclubs Rhenania fand jetzt die feierliche Freisprechung statt, die die dreieinhalbjährige Ausbildung der jungen Leute offiziell beendete und ihre Zeit als Gesellen einläutete. Als besonderer Ehrengast gratulierte auch die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein.

 32 Lehrlinge haben die Winterprüfung angetreten, 28 davon bestanden, informierte Obermeister Marco Kraus: „Eine sehr gute Quote!“

 „Handwerk und Gewerbe sind in der Region Koblenz traditionell stark verankert und bilden eine wesentliche Säule der mittelständischen Wirtschaft“, schilderte Marie-Theres Hammes-Rosenstein. „Mit der Einrichtung neuer Gewerbeflächen sorgt die Stadt zudem dafür, dass ansässige ebenso wie neue Betriebe hier auch zukünftig einen guten Boden vorfinden.“

  In Koblenz werde jeder dritte Azubis in einem Handwerksbetrieb ausgebildet. „Mit dem Gesellenbrief haben Sie jetzt den Türöffner für eine erfolgreiche Zukunft in der Hand“, machte sie den jungen Leuten Mut, ihr Kapital - „Ihr Wissen, Ihre Begeisterung, Ihr Elan, Ihr Interesse und Ihre Werte“ - in die Gesellschaft einzubringen.

 Allerdings müsse an der Frauenquote noch „ein bisschen gearbeitet werden“, fügte sie angesichts der ausschließlich männlichen Neu-Gesellen-Gruppe schmunzelnd hinzu.  „Sie haben vom Dreisprung Lehrling, Geselle, Meister die erste Hürde geschafft“, lobte Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein. Die Prüflinge „haben nicht nur einen Beruf erlernt, sondern auch, mit beiden Beinen im Leben zu stehen.“ Sich weder in der ohnehin unabänderlichen Vergangenheit zu verlieren noch in Zukunftssorgen, riet der „den Neuen“. Wichtig sei Präsenz, die Konzentration auf den gegenwärtigen Augenblick, was vielen Menschen angesichts neuer Medien immer schwerer falle. Nur mit voller Aufmerksamkeit und geistiger Wachheit aber sei gute Arbeit zu leisten.

 Rainer Probst, Schulleiter der Carl-Benz-Schule in Koblenz, bemerkte mit Augenzwinkern, die Prüflinge „zum Glück nicht persönlich zu kennen“ – schließlich bedeute es in aller Regel nichts Gutes, den Schulleiter aufsuchen zu müssen. Auch er ermutigte die Gesellen, nicht mit dem Lernen aufzuhören.

 Christoph Hansen, Präsident des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Hessen/ Rheinland-Pfalz (FEHR), hieß die jungen Leute „herzlich willkommen in der Elektro-Familie“ und verwies auf die große Bedeutung des Elektrohandwerks in Zeiten stets neuer Technologien und der Energiewende: „Sie haben mit Ihrer Berufswahl einen Sechser im Lotto gelandet.“
Sehr zuversichtlich dürften die 28 Gesellen nun in ihre Zukunft schauen. Das freut auch die Prüfer mit ihrem Vorsitzenden Hans Anspach, der seinen Schützlingen in gewohnt herzlich-väterlicher Weise während ihrer Ausbildungszeit unter die Arme griff. Besonderes Lob schließlich gebührte Timo Rogalsky (Norbert Rogalsky) und Alexander Siemens (Elektro Anspach), den beiden Prüfungsbesten. Sie erhielten neben ihren Gesellenbriefen einen Gutschein über 255 Euro, der nach der Meisterprüfung einzulösen ist – ein kleiner Anreiz, sich weiterzubilden und auf der Karriereleiter ganz nach oben zu klettern.    


Foto: Juraschek