Fach├╝bergreifendes Seminar zum Thema ÔÇ×BodenÔÇť

Ob im Gewerbe, Büro oder Wohnung gehört der Bodenaufbau zu den ständig belasteten Bauteilen, die durch ihre mehrfache Funktion wie Wärmedämmung, Schallschutz aber auch Belastbarkeit einen hohen technologischen Aufwand erfordern. Rund um den Bau ist festzustellen, dass nicht nur das Parkett- und Fußbodenleger-Handwerk sondern auch das Fliesenlegerhandwerk, die Steinmetz- und Steinbildhauer aber auch das Maler- und Lackiererhandwerk in dem Bereich des „Bodenlegens“ beteiligt sind.

Die Zielsetzung für die Fachbetriebe der Handwerksinnungen ist es, hier ein möglichst, belastungsfähigen Fußboden zu erstellen. Wie das nachgefragte fachübergreifende Seminar zeigte, gehört gerade der Fußboden zu den besonders beanspruchten Bauteilen, die eine besondere Beachtung erfordern.

Unter der Leitung von Obermeister Peter Dupont (Hermeskeil) konnten über 80 Innungsmitglieder aus den Gewerken des Parkettleger-, Fliesenleger-, Steinmetz-, Maler-, Estrichleger-, Raumausstatter-, Gebäudereiniger- sowie Sanitärhandwerk begrüßt werden.

Die Grundlage jedes Fußbodenaufbaues ist der Estrich, so führte der vereidigte Sachverständige Norbert Strehle aus. Hierbei ging er auf schnelltrocknende Zementestriche und deren bauaufsichtliche Zulassung ein. Ergänzt wurde das Referat über Fußbodenheizung und Feuchtemessung nach der anerkannten Calcium-Karbid-Methode und die Ausführung von Bodenbelägen und Parkett. Als Referent ging Peter Dupont auf aktuelle Fragen des Handwerks ein.

Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein und vereidigter Sachverständiger, zeigte Themen von Schadensfällen und ging hierbei auf Randabsenkungen und Vermeidung von Folgeschäden ein. Stellvertretender Obermeister der Innung und Sachverständiger Stephan Bongartz berichtete über Bewegungs- und Wartungsfugen.

Für das Maler- und Lackiererhandwerk befasste sich Landesinnungsmeister Jörg Baumann mit dem Thema Vinyl-Designbeläge und Besonderheiten bei der Verlegung. Weitere Themen waren die Dimensionsstabilität oder auch Geruchsentwicklungen bei der Ausführung verschiedener Bodenbeläge. Bei Imprägnierungen, Hydrophobierungen und Beschichtungen im Bereich Boden, geht es darum nicht nur richtig zu planen sondern auch fehlerfrei auszuführen. Auf Schadensfälle aus der Praxis wie Ursachen-Analyse und Fehlervermeidung ging Hans-Joachim Rolof ein.