Elektro-Innung hat neuen Obermeister

Gleich zwei energetische Neustarts kann die Innung für Elektro-, Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel vermelden. Zum einen hat sie mit Marco Kraus einen neuen Obermeister. Und zum zweiten geht „E-GO“ an den Start. Die Initiative ermöglicht es Innungsfachbetrieben, ein Zertifikat zum Fachbetrieb für Energieeffizienz zu erwerben. In Folge können die Meister und Gesellen für ihre Kunden umfassende Analysen durchführen mit dem Ziel, Bedarfslücken in puncto Effizienz aufzuzeigen und zu beraten, wie das Energiemanagement optimiert werden könnte. Das waren die beiden vorherrschenden Themen, die das jetzige Treffen bestimmten.

Die Versammlung der Innung, die eigentlich traditionell im Frühjahr stattfindet, war vorgezogen worden, weil Christoph Hansen sein Amt als Obermeister niederlegte und somit Ergänzungswahlen anstanden. Hansen, Jahrgang 1957, ist im Mai zum Präsidenten des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Hessen/ Rheinland-Pfalz (FEHR) gewählt worden und freut sich über die neuen Aufgaben, die ihn, wie er gut gelaunt betonte, „sicher immer wieder mal an seine ehemalige Wirkungsstätte, die Elektroinnung Rhein-Mosel, zurückführen werde.“

Einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde Marco Kraus. Der gebürtige Koblenzer hat bereits als stellvertretender Obermeister viel Erfahrung sammeln können. Seit zwanzig Jahren schon ist er im Rahmen von Innung und Verband mit viel Herzblut ehrenamtlich aktiv und genießt die „tolle Kameradschaft im Team“. Ein besonderes Anliegen, erklärte er, ist ihm das Thema Nachwuchs-Werbung. Zum stellvertretenden Obermeister wurde Michael Saueressig (Koblenz) gewählt.

Eine Ehrenurkunde des Fachverbandes konnte Lehrlingswart Hans Anspach, der seit nunmehr 38 Jahren im Vorstand der Innung tätig ist, entgegen nehmen. Und es gab noch eine Ehrung mehr: Christoph Hansen, von seinen Kollegen als „Eckpfeiler verbandspolitischer Arbeit“ bezeichnet, freute sich über die Wahl zum Ehren-Obermeister. „Das Geheimnis seiner unermüdlichen Energie ist: Er arbeitet mit Kopf und Herz, die positive Einstellung sorgt stets für Schwung“, schilderte Karlheinz Gaschler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, in seiner Dankesrede die Tatkraft des ungewöhnlich rührigen Mitstreiters.

In seinem Bericht „Aktuelles aus dem Fachverband“ führte FEHR-Geschäftsführer Thomas Klisa schließlich die neue Marke „E-GO“ ein. Als Ergänzung zu „E-Check“ entwickelt, konnte sie damit bundesweit erstmalig von einer Innung vorgestellt werden. „Was E-Check für die Sicherheit, ist E-GO für die Energieeffizienz“, erklärte Klisa. 1996 war das Prüfverfahren „E-Check“ eingeführt worden. Es dient als Nachweis für Betriebe, dass alles für den einwandfreien Zustand der elektrischen Anlagen getan wurde. „E-GO“ (Abkürzung für Energie-Optimierung) dagegen liefert eine Analyse der Energieeffizienz, deckt Bedarfslücken auf, die ein optimales Energiemanagement verhindern, und berät in Zeiten von „Smart home“ und zunehmend intelligent vernetzter Systeme, wie Verbesserungen erzielt werden können. Im Rahmen einer Kompaktschulung kann das Zertifikat zum Fachbetrieb für Energieeffizienz erworben werden. Ein wichtiger Schritt, so Klisa, „denn wir befinden uns mitten in der Energiewende – und Sie, das Elektrohandwerk, sind als Ansprechpartner vor Ort das Gesicht dieser Wende.“