Jetzt geht es richtig los!

„Jetzt liegt es an Ihnen, Ihren Beruf mit Leben zu füllen und immer trendbewusst und kundenorientiert am ‚Kopf‘ zu bleiben. Nutzen Sie die Zeit und halten Sie mit den ständigen Veränderungen in unserem Handwerk Schritt“, rief der Art Director des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks ihnen zu. In Begleitung ihrer Familien waren sie zur Freisprechungsfeier der Innung für die Bezirke Diez, Koblenz und Mayen ins ZEG gekommen, um ihren Gesellenbrief in Empfang zu nehmen. 60 von 76 jungen Leuten haben die Prüfung im Friseurhandwerk erfolgreich absolviert.
Hinter ihnen liegen drei Lehrjahre, in denen sie zu Profis für „Colour, Cut and Style“ wurden. Doch dem nicht genug. Ein Friseur muss auch Gespür für seine Kunden entwickeln, sie beraten, ihr Image und ihre Individualität mit der Frisur unterstreichen. Diesen Gedanken griff Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der HwK, in seinem Grußwort auf. Er übermittelte die Glückwünsche des Vorstands der Kammer und dankte ganz besonders „den Friseurinnen und Friseuren, die viel Freizeit und persönliches Engagement für ihren Berufsstand einsetzen und als Lehrlingswarte, in Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen tätig sind“.
 „Ich schneide keine Haare. Ich rette dein nächstes Date.“ Mit einem Slogan der Imagekampagne „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ unterstrich der Hauptgeschäftsführer die Bedeutung des Friseurhandwerks für ein gepflegtes Outfit zufriedener Kunden, die die beste Empfehlung sind. „Sie setzten Mode gekonnt in Szene und sorgen dafür, dass der Friseurbesuch zu einem Wellnesserlebnis wird.“ Baden ermutigte die Junggesellen, die Dienstleistungen und Informationen der Kammer zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen: „Wir sind an Ihrer Seite!“
Carsten Müller, Schulleiter der Julius-Wegeler Schule in Koblenz, hob das duale Berufsbildungssystem in Deutschland hervor, das „einzigartige Möglichkeiten für alle, die leistungsbereit und -willig sind“, eröffne. „Überall, wo es um Schönheit und Pflege geht, sind Sie willkommen und können Karriere machen.“ Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KHS) Mittelrhein, ging auf Tradition und Perspektiven des Handwerks ein. In diesem Zusammenhang betonte er, „wenn sich auch modische Tendenzen, Produkte und Behandlungsverfahren im Lauf der Zeit verändert haben, so ist der Friseurberuf doch immer ein handwerklicher Beruf geblieben. Ein Beruf, ganz nah am Kunden“. Mit 1.734 Betrieben ist das Friseurhandwerk zahlenstärkster Beruf im nördlichen Rheinland-Pfalz.
Glücklich und für die berufliche Zukunft gut aufgestellt, nahmen die frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen im Friseurhandwerk ihre Prüfungszeugnisse aus den Händen der Vorstandsmitglieder des Prüfungsausschusses in Empfang.