Kfz-Handwerk sichert Ausbildung und st├Ąrkt Jugend in Europa

Ziel muss sein, die Potentiale für das Handwerk zu nutzen. Im Rahmen der Jugend-Konferenz der Bundesagentur für Arbeit setzte sich Scherhag für mehr Ausbildungsplätze für junge Europäer ein.
 
Mark Scherhag als Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein sieht die Perspektiven für junge Menschen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt innerhalb Europas ungleich verteilt. In einigen Ländern der Europäischen Union ist aktuell mehr als jeder zweite Jugendliche arbeitslos. Jeder vierte junge Europäer ist auf der Suche nach Arbeit oder Ausbildung. Die in Deutschland ausgebildeten Fachkräfte, so Scherhag, werden die besten Botschafterinnen und Botschafter für das System der dualen Ausbildung sein.
 
Kritisch sieht Scherhag das Alter der Jugendlich beim Eintritt in die Berufsausbildung, dass im Kammerbezirk Koblenz bei mittelweise 18,2 Jahren liegt. Der Anteil der Jugendlichen, die das Gymnasium besuchen ist in den vergangenen 10 Jahren von rund 30% auf fast 40% gestiegen. Auch von daher wird das Potential an Auszubildenden knapper. Nach wie vor sollte das Handwerk junge Damen stärker für die Ausbildung im Handwerk begeistern.
 
Scherhag unterstützt die Initiativen der Bundesagentur für Arbeit mit der europäischen Jugendkonferenz, die kürzlich in Berlin stattgefunden hat. Vorstandsmitglied Raimund Becker der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg begrüßte das Engagement der Handwerksbetriebe und insbesondere auch des Autohauses Scherhag. Als Bundesagentur wolle man die Arbeitgeber bei der Suche nach Auszubildenden im Ausland unterstützen, so Vorstand Raimund Becker. Zugleich werden auch Hilfen für junge Europäer angeboten, die sich für eine Ausbildung in Deutschland entscheiden. Die Bundesagentur will damit Impulse für mehr Beschäftigung junger Menschen in Europa setzen. Die Schirmherrschaft übernahm die Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen.
 
Für Heidrun Schulz, Leiterin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Rheinland-Pfalz und Saarland sind die guten Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit wesentlich dem System der dualen Ausbildung zu verdanken. Das Modell der dualen Ausbildung sichert jungen Menschen frühzeitig praktische Erfahrungen im Berufsleben. Von Seiten der Agentur für Arbeit wolle man frühzeitig gegensteuern, dass es nicht zu Schwierigkeiten kommt, Ausbildungs- und Arbeitsplätze in verschiedenen Handwerken in Zukunft zu besetzen. Für das Kfz-Handwerk betonte Scherhag, dass mit den Impulsen der Agentur für Arbeit, aber auch mit mehr Begeisterung bei den Ausbildungsbetrieben jungen Menschen in Europa ein Ausbildungsplatz, aber auch eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden könne. Gerne habe er deshalb im Rahmen der Jugendkonferenz die Absichtserklärung abgegeben, Ausbildungsplätze für junge Europäer zur Verfügung zu stellen. Mit gutem Beispiel hat Mark Scherhag in seinem Autohaus bereits den ersten Spanier eingestellt.
 
Gerade auch im mittelrheinischen Raum wird die Initiative von der Handwerks-kammer Koblenz unterstützt und ab August 2013 werden auch in anderen Handwerken über 15 junge Spanier eine Ausbildung im dualen System aufnehmen. Gemeinsam wolle man die Jugendlichen nach Kräften unterstützen und ermutigen, den Schritt zu wagen, einen Umzug nach Deutschland mit der Schwierigkeit einer neuen Sprache einzugehen. Für die Integration eines gemeinsamen Europas ist dies auf jeden Fall wünschenswert und für alle Beteiligten von Vorteil.