Schornsteinfeger investieren in Zukunft

Zum 1. Januar 2013 fällt das Monopol der Schornsteinfeger. Hauseigentümer dürfen dann den Schornsteinfeger ihrer Wahl für Arbeiten, wie messen, kehren und reinigen beauftragen.  
Bei der Herbstversammlung der Schornsteinfeger-Innung Koblenz wurde einmal mehr deutlich, dass die Innungsbetriebe bestens für den freien Wettbewerb gerüstet sind. Bereits heute leisten Schornsteinfeger einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Als Umwelt- und Energieexperten beraten sie in allen wichtigen Zukunftsfragen rund um das Thema Energie.
„Das Handwerk ist Ausrüster und Berater der Energiewende. Ohne uns geht es nicht“, betonte Obermeister Michael Arndt in seinem Bericht. Den freien Wettbewerb bräuchten Innungsbetriebe dabei nicht zu fürchten. „Wir sind bestens aufgestellt. Mit unserem flächendeckenden Netz und unserer hohen Organisationsquote sind wir Schornsteinfeger der ideale Partner für alle energiepolitischen Fragen“, resümierte er.Wichtig sei, dass man Kollegen nicht als Konkurrenten sondern als Mitbewerber betrachte, wo immer möglich Netzwerke und Kooperationen – auch mit anderen Gewerken – bilde. Einen Aspekt, den auch Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, in seinem Grußwort hervorhob. „Nur gemeinsam bringen wir das Handwerk nach vorne“, sagte er.
Einen entscheidend Schritt in Richtung Zukunft geht die Innung mit der Sanierung und dem Ausbau des Ausbildungszentrums in Kaiserslautern. Beschlossen wurde die Umlage auf die Betriebe. „Die Beschlussfassung ist ein positives Signal für die Zukunft. 2013 kann kommen“, wertete der Obermeister. Auch Landesinnungsmeister Michael Bauer beglückwünschte die Betriebe für den Beschluss. „Mit der Sanierung des Ausbildungszentrums sichern wir auch in Zukunft das hohe Aus-, Weiter- und Fortbildungsniveau unseres Handwerks und bleiben damit wettbewerbsfähig“, fasste er zusammen.
 
Zurzeit absolvieren 134 Jugendliche in Rheinland-Pfalz eine Ausbildung zum Schornsteinfeger, 32 davon in Ausbildungsbetrieben der Innung Koblenz – das sind 15 Azubis mehr als noch Anfang des Jahres. Dennoch kein Grund, sich zurück zu lehnen, wie Lehrlingswart Herbert Heckmann zu bedenken gab. „Die Nachwuchssituation bleibt kritisch. Noch immer gibt es auch in unserer Innung Betriebe, die händeringend neue Mitarbeiter suchen“, berichtete er. Er rief alle anwesenden Betriebe dazu auf, verstärkt auszubilden, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.
 
Erfreulich: Gleich drei neue Schornsteinfegermeister darf die Innung als Mitglieder begrüßen: Armin Köser, Stefan Kneib und Florian Klein. Auch Ehrungen langjähriger Mitglieder standen auf dem Programm. Schornsteinfegermeister Georg Wilkes aus Kruft, der aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit im Innungsvorstand aufgibt, erhielt das Peter Friedhofen-Ehrenzeichen. Im Rahmen der Ergänzungswahlen neu in den Vorstand gewählt wurden Thomas Schmitz und Ralf Jakobs.

Georg Wilkes (Mitte) aus Kruft erhält das Peter Friedhofen-Ehrenzeichen. Es gratulieren (von links) Obermeister Michael Arndt, Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und Horst Ewenz, stellvertretender Obermeister.