Maler best├Ątigen Tiefenbach im Amt

Ausbildung und Schwarzarbeit sind Thema bei Zusammenkunft
 
Reiner Tiefenbach aus Holzhausen bleibt fünf weitere Jahre lang Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Rhein-Lahn. In der Jahreshauptversammlung in Nassau bestätigten ihn seine Meister-Kollegen einstimmig im Amt. Auch sein Stellvertreter behält seinen Posten: Andreas Heymann (Geisig) erzielte wie alle anderen Gewählten gleichfalls ein einhelliges Votum.
Veränderungen gibt es bei den weiteren Vorstandsfunktionen in der Innung. So löst Sven Secker (Bad Ems) als Lehrlingswart Horst Christmann (Heistenbach) ab, der 25 Jahre lang diese Aufgabe ausgeübt hatte und jetzt nicht mehr kandidierte. Die Zahl der Beisitzer reduzierten die Maler und Lackierer per Satzungsänderung von sechs auf „bis zu vier“. Gewählt wurden Christine Michel-Jopp (Diez), Sandra Wilhelm (Bassenheim), Markus Beeres (Oelsberg) und Kai Hendorf (Welterod).
Damit sind etliche jüngere Betriebsinhaber in die Innungsspitze aufgerückt. Tiefenbach geht davon aus, dass nach der vom neuen Kreishandwerksmeister Johannes Lauer (Lahnstein) geleiteten Wahl ein etwas kleinerer Vorstand schlagkräftiger zusammenarbeiten kann. Weiterhin freute er sich über die Resonanz bei der Jahreshauptversammlung: „Wir hatten lange nicht mehr einen so gut gefüllten Saal.“
Mit einer Urkunde und einem Präsentkorb ehrte die Innung den ausgeschiedenen Lehrlingswart Horst Christmann für seine Verdienste. Weiterhin wurde Klaus Geißler (Hirschberg) ausgezeichnet, der 20 Jahre lang im Prüfungsausschuss tätig war. Die Ausbildungssituation war in mehrfacher Hinsicht ein zentrales Thema der Versammlung. Tiefenbach appellierte, „übers Maß hinaus auszubilden“.
Lobend erwähnte der Obermeister den Betrieb von Hans Schleimer in Holzhausen, der in 50 Jahren über 40 junge Menschen ausgebildet habe. Damit der Beruf attraktiv bleibt für Jugendliche, wurden die Ausbildungsvergütungen erhöht, berichtete Thomas Heymann von den Tarifverhandlungen. Mit 450 Euro für das erste Lehrjahr, 500 Euro für das zweite und 635 Euro für das dritte lägen die Maler und Lackierer nicht mehr am Ende der Lohnrangliste.
„Illegale Arbeiten in unserem Gewerk“ sind ein Problem, das Reiner Tiefenbach weiterhin bekämpfen will. „Das ist ein Thema, bei dem ich nicht locker lasse“, kündigte er an; auch beim Runden Tisch der Obermeister mit dem Landrat habe er die Schwierigkeiten vorgebracht. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit setzt die Branche einerseits auf das Label „Maler sehr gut“, bei dem die Kunden Bewertungen über Betriebe abgeben können. Andreas Heymann warb als Beauftragter der Innung für diese Aktion, mit der sich Firmen von nicht organisierten Wettbewerbern abheben könnten. Zugleich wies er auf den neuen Internet-Auftritt hin: www.maler-innung-rhein-lahn.de.

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