Bau-Innung best├Ątigt Harald B├Ąr als ihren Obermeister

Im Grunde war 2011 für die Baugewerksinnung Rhein-Lahn ein zufriedenstellendes Jahr, stellte Obermeister Harald Bär eingangs in der Jahreshauptversammlung fest. „Es bleibt allerdings die Frage, wie lange das noch so bleiben wird“, fügte er an.
In seinem obligatorischen Rückblick auf das zurückliegende Jahr erinnerte auch Kreishandwerksmeister Johannes Lauer an das Jahr 2011 und verwies auf das Auslaufen des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung. Ohne diese Förderung sei vor allem die Finanzierung öffentlicher Projekte gefährdet. Hohe Grundstückspreise führten dazu, dass es im Kreis kaum Neubaugebiete gebe, und daraus leite sich auch ab, dass es kaum Großbetriebe gebe. Erschwert werde die Lage noch durch „Hausmeisterbetriebe“, die mit billigen Kräften Arbeiten übernähmen, für die sie nicht zugelassen seien. Vermutlich liege die Zukunft in der Sanierung im Bestand.
„Was passiert in einem Betrieb, wenn der Chef plötzlich ausfällt?“ In vielen Unternehmen seien keine klaren Strukturen vorhanden, erörterte Dreisigacker vom Baugewerbeverband. Oft sei nicht einmal das Passwort für den PC bekannt, Aufträge könnten nicht weiterbearbeitet werden.
Aber er mahnte, auch nicht nur die Auftragsbücher, sondern auch die Zahlen im Blick zu behalten. Es genügt einfach nicht, Aufträge zu immer neuen Dumpingpreisen zu übernehmen. „Sie müssen auch sehen, was unterm Strich dabei herauskommt.“
Die von Geschäftsführer Alexander Zeitler vorgelegten Geschäftsberichte für 2011 und der Haushaltsplan für das laufende Jahr enthielten keine Überraschungen. Die Mitgliederzahl liegt konstant bei 29 Betrieben.
Die Neuwahlen zum Vorstand ergaben keine Veränderung. Jeweils einstimmig wurden Obermeister Harald Bär, als stellvertretender Obermeister Karsten Schmidt, Lehrlingswart Jens Rudhard und die Beisitzer Raimund Spriestersbach, Rainer Schmidt und Hans-Jörg Neu in ihren Ämtern bestätigt.
„Wohin mit dem Erdaushub?“. Eine Frage, die die Betriebe im Kreis zunehmend beschäftigt. Nachdem der Umschlagplatz für Kompost, Erdhaushub und Altbaustoffe (Ukea) in Dachsenhausen geschlossen wurde, erklärte ein Teilnehmer, bestehe absoluter Handlungsbedarf. Ober- und Kreishandwerksmeister versprachen daraufhin, zu diesem Problem Gespräche mit der Kreisverwaltung zu führen.

Kreishandwerksmeister Johannes Lauer und Geschäftsführer Alexander Zeitler mit einem Teil des neu gewählten Vorstandes der Baugewerksinnung mit dem alten und neuen Obermeister Harald Bär (von links), seinem Stellvertreter Karsten Schmidt (2. von rechts).
 
Foto: Jürgen Heyden