Schreiner: K├Âpfchen gefragt

Ein Händchen fürs Handwerk ist das eine, Köpfchen das andere. Schreiner brauchen beides. Viele Jugendliche, die sich für diesen Beruf interessieren, sind sich nicht im Klaren, dass eine gute Schulbildung dafür die Voraussetzung ist. Ein freiwilliger Eignungstest hilft ihnen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Die Schreiner-Innung Koblenz-Rhein-Mosel veranstaltet ihn im Rahmen der „Woche des Eignungstests 2011“ in der alten Mensa der Berufsbildenden Schule Technik, Carl-Benz-Schule in Koblenz. Sie richtet sich an Jugendliche, die eine Tischlerlehre ins Auge fassen. In einem schriftlichen Test können sie prüfen, ob sie mit diesem abwechslungsreichen, aber anspruchsvollen Beruf richtig liegen. Denn ohne solide Kenntnisse in Mathematik zum Beispiel ist es deutlich schwerer, die Ausbildung zum Tischler erfolgreich abschließen zu können.
 
„Praktisches Geschick ist natürlich oberste Voraussetzung für einen Tischler“, erklärt Frank Nollen, Lehrlingswart der hiesigen Innung. Unser Nachwuchs muss aber auch in Sachen Theorie einiges drauf haben. Neben Rechnen und gutem Deutsch gehören dazu räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis und Konzentrationsfähigkeit. Unser Test deckt all diese Bereiche ab.“
 
Nach dem einstündigen Test erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat mit ihren Ergebnissen. Damit können sie sich bei Betrieben um eine Lehrstelle oder ein Praktikum bewerben. „Das ist für beide Seiten hilfreich“, sagt Rolf Hendgen, Obermeister der Innung. „Der Jugendliche kann ein erstes außerschulisches Zeugnis vorlegen. Der Ausbildungsbetrieb wiederum bekommt gute Anhaltspunkte, ob der Bewerber sich prinzipiell zum Tischler eignet.“