Handwerk im Gespr├Ąch mit Landrat

Die führenden Obermeister und Ehrenamtsträger des Handwerks aus dem Rhein-Lahn-Kreis trafen sich zu einem gemeinsamen Wirtschaftsgespräch mit Landrat Günter Kern im Kreishaus.
 
Themen waren die Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Rhein-Lahn-Kreis mit Hinblick auf den demographischen Wandel. Kreishandwerksmeister Gunter Wick hob hervor, dass es gelte, genügend Fachkräfte und Nachwuchs für das Handwerk zu gewinnen. Obermeister Heinz Kugel betonte, dass die Entwicklung der Discounter die Meisterbetriebe im Bäckerhandwerk unter Druck setzt. Weitere Themen waren die Lebensmittelüberwachung durch die Kreisverwaltung sowie die Frage der Smiley-Einführung und eine mögliche Rufschädigung der Betriebe. Für das Handwerk allgemein führte Obermeister Harald Bär von der Baugewerks-Innung aus, dass die Internetgeschwindigkeit im Rhein-Lahn-Kreis flächendeckend ausgebaut werden müsse. Für das Maler-Handwerk dankte Obermeister Reiner Tiefenbach für die Unterstützung der Fachklasse an der Berufsbildenden Schule mit dem Ausbau des Lackierer-Raums. Obermeister Dieter Pfaff lenkte das Augenmerk auf die Realschule plus und sah die Thematik, dass das Handwerk eine schwierigere Basis erlangt, um für Nachwuchs zu sorgen. Für das Fleischer-Handwerk berichteten Landesinnungsmeister Günter Schütz und Obermeister Wilfried Wagner. Auch hier ging es um die Frage der Einführung eines „Smileys“ als Einstufung von Seiten der Lebensmittelkontrolle.
 
Obermeister Detlef Schwieck von Seiten der Tischler-Innung Rhein-Lahn hob die Verbesserung der Einrichtung der Berufsbildenden Schule in Lahnstein hervor, um die duale Ausbildung insgesamt zu verbessern. Im Weiteren regte Schwieck an, den Parkausweis auch auf die Nachbarkreise zu erweitern, sodass die Betriebe die Möglichkeit haben, mit dem Parkausweis auch in den Nachbarkreisen wie beispielsweise dem Westerwaldkreis oder der Stadt Koblenz zu parken. Im Weiteren wurde eine Reihe von Fragen mit Landrat Kern erörtert, wobei es auch um die Frage der Entsorgung auf der Deponie in Singhofen ging. Hier wurde angeregt, die Möglichkeiten für das Handwerk zu verbessern.