Elektrohandwerk: Innungen Rhein-Mosel und St. Goar fusionieren

Gemeinsam in die Zukunft gehen die Innung für Elektro-, Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel und die Elektro-Innung St. Goar. Am 30. März beschlossen die Mitgliedsbetriebe im Servicehaus Handwerk einstimmig den Zusammenschluss.
 
Es war eine klare und eindeutige Entscheidung: Einstimmig votierten die Mitgliedsbetriebe der Innungen Rhein-Mosel und St. Goar für die Fusion. Ziel ist die Stärkung des Elektrohandwerks in der Region. De facto wird die Innung Rhein-Mosel um die Bezirke Boppard, Verbandsgemeinde Emmelshausen und St. Goar erweitert – insgesamt kommen so 16 neue Mitgliedsbetriebe hinzu. Damit zählt die neue, erweiterte Innung Rhein-Mosel nunmehr 78 Mitglieder.
 
„Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, unsere Kräfte zu bündeln, als Innung schlagkräftig zu sein – und auch zu bleiben", erklärte Christoph Hansen den Hintergrund der Fusion. Der bisherige Innungsobermeister wurde einstimmig im Amt bestätigt. Die Regularien verlangen, dass mit der Fusion der gesamte Vorstand und die insgesamt elf Beisitzer neu gewählt werden. Den Vorstand der Innung komplettieren als stellvertretende Obermeister wie bisher Wilfried Müllen und Marco Kraus. Als zusätzlicher Stellvertreter neu gewählt wurde Markus Caspers, bisheriger Obermeister der Innung St. Goar. Als Lehrlingswart wurde Hans Anspach im Amt bestätigt.
 
Kreishandwerksmeister Detlef Börner begrüßte die Fusion und beglückwünschte die Mitgliedsbetriebe zu ihrer Entscheidung. „Fusionen sind meist ein heiß gestricktes Thema – aber in diesem Fall bedeutet sie den Weg in die Zukunft“, unterstrich er. Der Zusammenschluss kam nicht überraschend. Überlegungen dazu gab es schon seit geraumer Zeit. Nachdem sich vor drei Jahren, im März 2009, die Elektro-Innung Koblenz und die Elektro-Innung Cochem-Zell erfolgreich zur Innung für Elektro-, Gebäude- und Informationstechnik Rhein-Mosel zusammengeschlossen hatten, suchte man immer wieder das Gespräch.
Bereits im Vorfeld hatten die Vorstände der beiden Innungen in einer Reihe von Sitzungen alle wichtigen Eckpunkte erarbeitet und einen gemeinsamen Haushaltsplan für das laufende Jahr aufgestellt. Dieser wurde nun einstimmig von allen Mitgliedern verabschiedet. Vor der eigentlichen Fusionsversammlung hatten beide Innungen in verschiedenen Räumen des Servicehauses ein letztes Mal getrennt eine verkürzte Jahreshauptversammlung abgehalten und ihren jeweiligen Vorstand entlastet.
Für das laufende Jahr plant die Innung wieder zahlreiche Aktivitäten – darunter zum Beispiel: Stammtische, E-Treffs, Infotage und Veranstaltungen für Auszubildende, Prüfungsvorbereitungskurse, Fachseminare und an der Nacht der Technik.