Ein-Euro-Jobs gefährden bestehende Arbeitsplätze

Geb√§udereiniger unterst√ľtzen Position des Bundesrechnungshofs

 

‚ÄěWenn der Bundesrechnungshof jetzt u.a. feststellt, dass Ein-Euro-Jobber Nasszellen in einem Altenheim reinigen, dann werden damit ganz eindeutig regul√§re Arbeitspl√§tze ersetzt und nicht, wie vom Gesetzgeber gefordert, zus√§tzliche Arbeiten geleistet.‚Äú Dies erkl√§rte der Gesch√§ftsf√ľhrer des Bundesinnungsverbandes des Geb√§udereiniger-Handwerks, Johannes Bungart, zum Bericht des Bundesrechnungshofs √ľber den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern.

 

Nach Angaben des Bundesrechnungshofs fehlten in mehr als der H√§lfte der gepr√ľften F√§lle die Voraussetzungen f√ľr eine staatliche F√∂rderung. Entweder handele es sich nicht um zus√§tzliche T√§tigkeiten f√ľr die Allgemeinheit oder es wurde ungef√∂rderten Unternehmen Konkurrenz gemacht. Das Geb√§udereiniger-Handwerk habe bereits bei der Einf√ľhrung von Ein-Euro-Jobs im Jahr 2004 bef√ľrchtet, dass Kommunen und Verb√§nde Reinigungsdienstleistungen, die sie bisher von privaten Unternehmen eingekauft h√§tten, weiter reduzieren w√ľrden. ‚ÄěGenau dies ist jetzt eingetreten und wird vom Bundesrechnungshof best√§tigt.‚Äú (Bungart)

 

Nach dem zu erwartenden weitgehenden Wegfall der Zivildienstpl√§tze bef√ľrchtet der Verband zus√§tzlich, dass z.B. Wohlfahrtsverb√§nde die entstehenden L√ľcken durch Ein-Euro-Jobber ersetzen.

 

Bungart forderte die Bundesregierung auf, die Voraussetzungen und die T√§tigkeiten f√ľr Ein-Euro-Jobber genau zu definieren, um eine Verdr√§ngung der Privatwirtschaft durch Subventionierung zu verhindern.