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Größte Innung tagte im Servicehaus Handwerk Trotz der Wirtschaftskrise blickt das Kraftfahrzeughandwerk verhalten optimistisch in die Zukunft. Dies betonte Mark Scherhag, Obermeister der Kraftfahrzeughandwerker-Innung Mittelrhein, bei der jüngsten Jahreshauptversammlung. „Das Auto spielt im Zusammenhang mit der Mobilität weiterhin eine unverzichtbare Rolle“, sagte Mark Scherhag. 2009 erlebte das Kfz-Handwerk, was den Verkauf betraf im Zuge der sogenannten Abwrackprämie einen regelrechten Schub. Dass diesem Schub eine gewisse Flaute folgen würde, war abzusehen. Da auch in Zukunft mit weiter steigenden Spritpreisen zu rechnen ist, wird das Elektroauto für das Kfz-Handwerk immer interessanter. Bis 2020 sollen 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf die Straße. Hier ist eine entsprechende Lade-Infrastruktur zu schaffen. In der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker wird die Elektro-Mobilität einen zukunftsweisenden Schwerpunkt bilden. Dem schloss sich auch Diplom-Ingenieur Rudolf Schüssler, Leiter der Abteilung Technik im Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes weitestgehend an. „Der Elektriker hat sich um das E-Auto nur bis zum Stecker zu kümmern, danach ist das Fahrzeug, wie jedes andere auch, unser Bereich“, sagte Rudolf Schüssler. Was die Ausbildung im Kfz-Handwerk betrifft, so hob Mark Scherhag hervor, allen Betrieben müsse an der Gewinnung qualifizierten Nachwuchses gelegen sein. Siegfried Blüml, Vorsitzender der Gesellenprüfungs-Kommission, unterstrich in seinem Referat noch einmal die guten Leistungen der hiesigen Auszubildenden. „Wir hatten im Winter 125 Prüfungsteilnehmer, von denen nur neun die Prüfung nicht bestanden haben. Dies entspricht einer Quote von 7,2 Prozent, im Bundesgebiet bestehen allerdings 21 Prozent aller Jugendlichen nicht die Prüfung im Kfz-Handwerk. Dies zeigt, in unseren Betrieben wird gute Arbeit geleistet“, so Siegfried Blüml. Dass mit Blick auf die demografische Entwicklung dem Nachwuchs eine immer größere Bedeutung zuwächst, hob auch Werner Wittlich, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, hervor. „Und wir werden uns auch im verstärkten Maß um mehr junge Migranten in der Ausbildung bemühen müssen“, so Werner Wittlich. Das KFZ-Handwerk stellt rund 8% aller Handwerksbetriebe und ist damit ein starker Wirtschaftspartner. In der Innung Mittelrhein erfüllt Annette Hue als erster Betrieb die Anforderungen als „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“, also Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind. Aus der Hand des Obermeisters Scherhag erhielt Frau Hue die begehrte Anerkennung. Von Präsident Hans-Werner Norren, KFZ-Verband Rheinland-Pfalz, erhielt Mark Scherhag mit Dank und Anerkennung die Ehrenurkunde für 50 Jahre Autohaus Scherhag. Dem Vorstand erteilten die Mitglieder der Kraftfahrzeughandwerker-Innung Mittelrhein nach dem Bericht von Kassenprüfer Jochen Steinhardt einstimmig die Entlastung für das abgelaufene Haushaltsjahr 2009. Ebenso einstimmig votierten sie für den Etat 2010. Diplom-Volkswirt Karlheinz Gaschler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, betonte in seiner Rede, dass keine Beitragserhöhung in 2010 anstehe. Zudem dankte er für die ehrenamtliche Mitarbeit zahlreicher Mitglieder. So sei es dem Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten zu verdanken, dass zahlreiche Konflikte nicht vor dem Arbeitsgericht verhandelt werden mussten, sondern vorher beigelegt werden könnten, so Gaschler.
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